Donnerstag, 23. Februar 2017

Krise der Kirche- eine Krise der Autorität?

Aldo Maria Valli stellt die Fakten um die derzeitige Lage in der Kirche dar, versucht sie zu erklären und macht sie an der Krise der Autorität -quer durch unsere Gesellschaften- fest. 
Hier geht´s zum Original, das wir bei BenoîtXVI-et-moi gefunden (merci!) haben: 
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"DIE KIRCHE, VERWIRRUNG UND KRISE DER AUTORITÄT. ORIENTIERUNGSHILFEN IM STURM."
"Was für eine Verwirrung! Heute enden Analysen und Diskussionen über die Kirche- welches auch ihr Autor sei, oft mit diesem Ausruf, gefolgt von einem untröstlichen Seufzer.
Und in der Tat, die Tatsachen scheinen das zu bestätigen.

Anonyme Plakate die sich gegen den römischen Pontifex wenden, Kämpfe um Macht (und Geld) in einer noblen und alten Institution wie dem Malteser Orden, Kardinäle, die an den Papst schreiben. um ihn zu bitten, auf Fragen zur Doktrin zu antworten. Und dann zwei Päpste, die einige Meter von einander entfernt im Vatican leben, ohne daß jemals die Gründe für den Rücktritt des Mannes ganz geklärt wurden, der heute nach einer Definition, die auch zu Dikussionen veranlaßt, "papa emeritus" genannt wird.
Und dann Kontroversen und Mißstimmungen unter den Kardinälen,  Bischöfen und Gläubigen über die Schlüsselaspeke und den Glauben besonders wegen eines päpstlichen Dokumentes, das trotz seines sympathischen Titels (Amoris Laetitia) zu einem Kriegsschauplatz geworden ist und für viele ein Grund -nicht zur Freude sondern der Verblüffung und der Trauer.
Und dann ein verwirrender, verteidigender Papst, der vor alle in Interviews und improvisierten Reden Positionen vertritt, die für manche nicht mit der Lehre der Kirche zu keineswegs sekundäreThemen übereinstimmen.

Und dann, die Reformen, die das Funktionieren der zentralen Leitung der Kirche verbessern sollten, aber Unzufriedenheit im Innern des Hl. Stuhls provozieren. Und dann noch Reihen von Katholiken, die das alles mit wachsender Orientierungslosigkeit, Traurigkeit und Verblüffung beobachten, beinahe vernichtet durch die Polemiken oder leidenschaftlich im Konflikt engagiert- in der Unterstützung der einen oder anderen Partei.

Wenn das Bild, das ich gerade gezeichnet habe, die Frucht der Vorstellung eins Schriftstellers wäre, müßte man ihm eine bemerkenswerte Phantasie zusprechen. Das Buch könnte den Titel "Geteilte Kirche" oder "Die Kirche im Sturm" haben. Tatsache ist, daß angesichts dessen, was wir sehen. selbst der erfindungsreichste Schriftsteller nur zugeben könnte, daß die Realität die Fiktion übertrifft.

Was man früher über die "Liberalen" sagte (daß wenn zwei von ihnen diskutieren, man mindestens drei verschiedene Meinungen erwarten mußte) kann jetzt über die Katholiken gesagt werden. Es gibt kein Argument, das in den Konflikten ausgespart wird. Und was für Konflikte! 

Wir wissen genau, daß von Anfang an in der Kirche die Debatten- oft mit Beleidigungen und Ressentiments gespickt- das tägliche Brot gewesen sind. Paulus (im Brief an die Galater) hat Petrus über die Schlüsselfragen der Zeit "ins Gesicht" widerstanden ( er ist ihn hart angegangen) - z.B. wie über das Verhalten gegenüber den Juden. Und was ist über die Kämpfe zwischen den Christen der ersten Jahrhunderte um die Trinität und das Verhältnis zwischen Vater und Sohn sagen?  Wie die leidenschaftlichen Kontroversen beim I.Vaticanischen Konzil zur päpstlichen Unfehlbarkeit vergessen und -um zu einer uns sehr viel näheren Zeit zu kommen- die um das II. Vaticanische Konzil entflammten und in den folgenden Jahren erlebten Debatten?

Wir haben die Tendenz, ans Christentum und besonders an den Katholizismus wie an einen dogmatischen-also in seiner Festigkeit stabilen Glauben zu denken. In Wirklichkeit ist das, was die Christliche Erfahrung charakterisiert, die Freiheit und als ihre Konsequenz die Würde, die dem Menschen als Ebenbild Gottes zuerkannt wird. Und die Freiheit bringt den Unterschied mit sich eingeschlossen der Form der Spannung.

Also nichts Neues unter der Sonne? Eines Teils ja und eines Teils nein.

Ein neues Element stellt wahrscheinlich die Form dar, in der wir kommunizieren. Die Verbreitung der neuen Medien hat die klassische Unterscheidung zwischen Quelle und Empfänger der Information eliminiert. Heute ist jeder zugleich Absender und Empfänger, alle interagieren und das immer schneller. Folge ist eine weniger als früher durchdachte Information, instinktiver und unmittelbarer und also auch konfliktreicher. Außerdem gibt es eine Mischung aus Idee und Bewertung, eine Überlappung, die in einem globalen Dorf entsteht, das häufig an einen Markt voller ununterscheidbarer Stimmen erinnert, wo es schwierig ist, zu sagen, wer die meisten oder wenigsten Werte hat und wo der, der am lautesten schreit, sich durchsetzt.


Mittwoch, 22. Februar 2017

Fundstück des Tages

Klaus Berger über Luther & den Ablass und die Sünde. Gefunden in der "Tagespost"
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"Das gekappte Schlepptau der Sünde"

Es beginnt so:

"Wer Luthers Thesen von 1517 noch einmal liest, die damals, wenn überhaupt jemand, dann der Hausmeister an der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen hatte, findet heraus: Luther hat nichts gegen den Ablass und verteidigt in den Thesen den Papst. Er fragt nur spöttisch an, warum der Papst in all seiner Vollmacht nicht gleich die ganze Hölle leeren könne. Anders gefragt: Wenn zwar nicht der Papst, wohl aber der Herrgott allmächtig ist, warum schließt er nicht die Hölle, Gottes Guantanamo? Antwort müsste wohl sein: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich." .....

Quelle: Klaus Berger, Tagespost

Jesuiten: "Jesus muß neu interpretiert werden."

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cieolo einigermaßen fassungslos die Antworten, die der neue Jesuiten-Generals Abascal  dem Vaticanisten Ruscoli auf seine Fragen zur Gültigkeit der Worte Jesu zu Ehe und Scheidung gegeben hat.
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"EHE UND SCHEIDUNG. DER JESUITEN-GENERAL: 
"AUCH JESUS MUSS NEU INTERPRETIERT WERDEN"
                                        
ArturoSosa

"Nicht zu glauben aber wahr. Im VIII Kapitel von Amoris Laetitia. dem am hitzigsten und kontroversesten diskutierten, in dem Papst Franziskus den Weg für eine Wiederverheiratung, während der vormalige Ehepartner noch lebt, zu öffnen scheint gibt es keinerlei Zitat der Worte Jesu zu Ehe und Scheidung, die zuerst in Kapitel 19 des Matthäus-Evangeliums präsentiert werden. Das ist eine erstaunliche Auslassung. Ebenso verblüffend sind zwei andere Momente des Schweigen von Franziskus zur selben Frage
Der erste fand am 4. Oktober 2015 statt. Es war der Sonntag zu Beginn der zweiten und finalen Sitzung der Familiensynode. Und an genau diesem Tag wurde in allen Katholischen Kirchen des Lateinischen Ritus der Welt in der Messe die Parallel-Passage aus dem Markus.-Evangelium (10, 2-9) gelesen (Matth. 19, 2-12)
Beim Angelus vermied der Papst trotz des brennenden Aktualität dieser Frage bei der Synode jeden Bezug auf diese Passage des Evangeliums.
Das Gleiche geschah am vergangenen 12. Februar mit einer anderen, ähnlichen Passage aus dem Matthäus-Evangelium (5, 11-12) , die in den Kirchen in allen Kirchen gelesen wurde. Auch dieses mal vermied es Franziskus, sie zu zitieren oder zu kommentieren
Warum dieses eiserne Schweigen des Papstes zu Worten Jesu, die so eindeutig sind?
Ein Hinweis für eine Antwort findet sich in dem Interview, das der neue Ordensgeneral der SJ,
der Venezuelaner Arturo Sosa Abascal, der Jorge Mario Bergoglio sehr nahe steht, dem Schweizer Vaticanista Giuseppe Rusconi für Rossoporpora und "Il Giornale del Popolo" in Lugano gegeben hat.
Hier die wichtigsten Passagen zur Frage. Jeder Kommentar erübrigt sich.

"Da kemen Pharisäer auf ihn zu , um ihn auf die Probe zu stellen, und fragten: Ist es erlaubt, seine Frau aus jedem beliebigen Grund zu entlassen? Er antwortete; Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer sie von Anbeginn an las Mann und Frau geschaffen und gesagt hat: Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen und die beiden werden ein Flesich sein?  Also sind sie nicht mehr zwei sondern ein Fleisch. Was Gott verbunden hat das soll der Mensch nicht trennen. Da sagten sie zu ihm: wozu hat dann Mose vorgeschrieben, einen Scheidebrief  auszustellen und sie zu entlassen?
Er antwortete ihnen: Wegen eurer Herzenshärte hat Mose euch erlaubt, eure Frauen zu entlassen. Ursprünglich aber war es nicht so, Ich aber sage euch; wer seine Frau entläßt- außer wegen Unzucht-und eine andere heiratet, begeht Ehebruch. Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn die Sache des Mannes gegenüber der Frau so steht, dann ist es nicht gut zu heiraten. Er sagte zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist "
Frage: "Kardinal G. Müller, Präfekt der Glaubenskongregation hat gesagt, daß die Worte Jesu zur Ehe sehr klar sind und keine Macht im Himmel und auf der Erde, weder ein Engel noch der Papst, weder ein Konzil noch ein Gesetz der Bischöfe die Möglichkeit hat, sie zu ändern?"
Antwort:
"Dann müßte es eine Menge Überlegungen darüber geben, was Jesus wirklich gesagt hat, niemand hatte einen Recorder um seine Worte aufzunehmen. Was bekannt ist, ist daß die Worte Jesu kontextualisiert werden müssen, sie sind in einer Sprache ausgedrückt worden, eine eine spezifischen Umgebung, sie sind an jemanden Besonderen gerichtet."

Was in Antiochia geschah. Roberto de Mattei fordert die öffentliche Korrektur des Papstes.

Roberto de Mattei rechtfertigt die "öffentliche Korrektur" des Papstes, den die vier Kardinäle angekündigt haben,  anhand des historischen Beispiels des Briefes an die Galater.
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                               "DER VORFALL VON ANTIOCHIA"

                                                           

       "WENN DIE ÖFFENLTICHE KORREKTUR DRINGEND NOTWENDIG IST"

Darf man einen Papst öffentlich für sein verwerfliches Tun korrigieren?  Oder muß die Haltung eines Gläubigen die des bedingungslosen Gehorsams sein, bis zu dem Punkt, welches Wort oder welche Geste auch immer zu rechtfertigen, selbst wenn die offen skandalös sind?
Einigen Bestimmten zufolge, wie dem Vaticanista  Andrea Tornielli, darf man den Papst von Angesicht zu Angesicht sein Mißfallen ausdrücken, aber nicht öffentlich. Diese These enthält trotz allem ein wichtiges Eingeständnis.
Der Papst ist nicht unfehlbar. außer wenn er ex cathedra spricht.  Wenn nicht, wäre Dissens nicht erlaub , selbst nicht im Privaten, der einzige Weg wäre dann das Schweigen.

Im Gegenteil, der Papst, der nicht Christus ist, sondern lediglich sein Repräsentant auf Erden, kann sündigen und sich irren. Aber ist es wahr, daß er nur im Privaten und niemals öffentlich korrigiert werden darf?
Um darauf zu antworten, ist es wichtig, sich an das historische Beispiel zu erinnern, das uns die Goldregel für unser Verhalten gibt, -bekannt unter dem Namen "Vorfall von Antiochia"
Der Heilige Paulus erinnert mit diesen Worten im Brief an die Galater daran, der wahrscheinlich zwischen den Jahren 54 und 57 geschrieben wurde.

"[....] ...daß ich mit dem Evangelium für die Unbeschnittenen betraut bin, wie Petrus mit dem für die Beschnittenen. Denn der, der Petrus zum Aposteldienst unter den Beschnittenen befähigt hat, hat auch mich zum Aposteldienst unter den Heiden befähigt. Und als sie die mir zuteil gewordene Gnade erkannten, gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die als Säulen gelten, mir und Barnabas die Hand zum Zeichen der Gemeinschaft. Wir sollten zu den Heiden, sie zu den Beschnittenen gehen.
Sie haben uns nur darum gebeten, uns an die Armen zu erinnern, was zu tun, ich mich auch sorgfältig bemüht habe."

                                     "Der Zwischenfall von Antiochia"   

"Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er im Unrecht war.
Bevor nämlich einige Leute von Jakobus kamen, hielt er Tischgemeinschaft mit den Heiden. Als sie aber erschienen, zog er sich zurück und sonderte sich ab aus Furcht vor den Beschnittenen. An seiner Heuchelei beteiligten sich auch alle übrigen Juden, sodaß sich sogar Barnabas durch ihr heuchlerisches  Verhalten mitreißen ließ.
Aber als ich sah, daß sie von der Wahrheit des Evangeliums abwichen, sagte ich in Gegenwart aller zu Petrus : Wenn du als Jude heidnisch und nicht jüdisch lebst, wie kannst du da die Heiden zwingen, wie Juden zu leben? " (Gal. 2, 7-14)


Dienstag, 21. Februar 2017

Fundstück

    Wie Mozarts Geige und Bratsche heute klingen.....

     

sie stammen wohl aus einer Mittenwalder Geigenbauerwerkstatt ...ich würde wahrscheinlich kniend spielen.

Tweet zum Tage

 

M. Tosatti: Burke will nicht der Sündenbock sein.

Marco Tosatti kommentiert auch heute bei Stilum Curiae die Entwicklung in der causa des Malteser Ordens und die unendlichen Intrigen um Kardinal Burke.
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"MALTESER ORDEN: BURKE WILL NICHT DER SÜNDENBOCK SEIN. ER BESCHULDIGT DEN REGENTEN DER VERLEUMDUNG"

"Kardinal Burke will nicht als Sündenbock für die internen Machtkämpfe im Malteser Orden mit ihren Metastasen im Vatican herhalten. Das ging soweit, daß ihn die Journalisten aus dem magischen Kreis des Papstes angegriffen haben, vielleicht mit ein bißchen Hilfe die das Staatssekretariat, das sehr daran interessiert ist, was bei den Rittern passiert, mehr oder weniger geleistet hat.
Er hat auf indirekte Weise  den Inhalt des Briefes bekannt gemacht, den ihm der Papst wegen der in einigen Gebieten Afrikas und Asiens verteilten Kondome, geschickt hat, um zu klären, daß er auf eine präzise Anordnung gehandelt hat und basta.
Aber danach hat der Regent gesprochen und ihn beschuldigt und an diesem Punkt muß sich der amerikanische Purpurträger gesagt haben, daß genug genug ist.

                            
                              
Er hat also klar verneint, jemals den Großkanzler der Malteser-Ordens, Albrecht von Boeselager zum Rücktritt aufgefordert zu haben. 
Zu Edward Pentin vom National Register sagte der Purpurträger, daß  er über die Anschuldigung "wie vom Blitz getroffen" war, die letzte Woche von Fra´Ludwig Hoffmann von Rumerstein, der bis zur Wahl des neuen Großmeisters durch den Rat den Orden leitet, gemacht wurde- er habe den Rücktritt des Großkanzlers gefordert. 
"Das betrachte ich als Verleumdung" , sagte er.

Fra´ Ludwig Hoffmann von Rumerstein hat erklärt, daß es Kardinal Burke und nicht der Ex-Großmeister Matthew Festing gewesen sei, der den Rücktritt von Boeselagers gefordert habe. Aber die Erklärungen des Regenten stehen im Widerspruch zu anderen Rekonstruktionen auf deren Basis Festing während einer Begegnung, bei der auch Burke in seiner Rolle als Patron des Ordens im Namen des Papstes anwesend war, seinen Rücktritt angeboten hat.


Kardinal Müller: "Kein Papst kann über die Sakramente verfügen"

Marco Tosatti kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana das neue Buch von Kardinal Müller zum Thema Päpste und ihre Mission.
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           "KEIN PAPST KANN ÜBER DIE SAKRAMENTE VERFÜGEN"

"Gestern, am 20. Februar ist in Deutschland das vom Herder-Verlag herausgebrachte neue Buch des Präfekten der Glaubenskongregation, Kard. Gerhard Müller mit dem Titel "Der Papst-Sendung und Auftrag" erschienen. Auf mehr als 600 Seiten bietet der Purpurträger eine genaue Untersuchung der Rolle des Pontifex seit den ersten Tagen der Christlichen Ära an. Die Ursprünge, die Entwicklung seit der Zeit der Apostel, seine Mission, die Beziehung zum Katholischen Episkopat, seine lehramtliche Autorität, die Unfehlbarkeit und andere Aspekte.

Ein großer Teil des Werkes ist einem biographischen Exkurs des Kardinals selbst gewidmet, besonders seiner Beziehung zu den 7 Päpsten, deren Regierung er bis heute erlebt hat. In diesem Kapitel ist dem aktuellen Pontifikat ein Kapitel von 5 Seiten gewidmet (S, 100-105) , nicht erschöpfend, nicht so sorgfältig, wie zuvor die beiden päpstlichen Dokumente "Evangelii Gaudium" und "Laudato Si´" behandelt werden.
Das Vorwort des Werkes trägt das Datum vom 22. Februar 2016,aber Maike Hickson von OnePeterFive behauptet, nachdem sie mit Dr. Stephan Weber vom Herder-Verlag gesprochen hat, daß der Text Ende des Sommers, Anfang des Herbstes des vergangenen Jahres fertig war. Also als die Debatte über die sich widersprechenden Interpretationen von Amoris Laetitia (am 18. April veröffentlicht) bereits in vollem Gange war.
Müller führt seinen Beitrag bei der Bischofssynode an, die in zwei aufeinanderfolgenden Sitzungsperioden der Synode Probleme der Familie behandelt hatte. Es scheint klar zu sein, daß an diese Themen zu erinnern, in diesen Tagen eine verstörende Aktualität bekommen hat.

Der Kardinal erinnert daran, daß die Ehe "kein rein menschliches Ideal ist" sondern "eine unzerstörbare von Gott geschaffene Realität". Das eheliche Band ist- nach dem Präfekten- dem Band gleich, das zwischen Christus und seiner Kirche besteht. Er zählt die Wohltaten der Ehe -nach dem Hl. Augustinus auf (bonum fidei, bonum prolis, bonum sacramentum) und bekräftigt. daß der vollendete Sinn der Ehe die "Heiligung der Ehegatten auf ihrem gemeinsamen Weg bis zum ewigen Leben mit Gott ist".
Die Ehe, erklärt Müller, kommt kraft einer Weihe ins Sein, die sicher stellt, daß sie sich an der neuen Schöpfung, am Reich Gottes beteiligt. Das zeigt, warum die Ehe etwas anderes ist als eine einfache Segnung von Personen. Die Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe und ihre anderen Wohltaten sind essentiell und wohnen dieser Weihe inne.

Nach dieser Prämisse erinnert der Kardinal daran, daß auch die höchsten Kirchenautoritäten "nicht in die Substanz eines Sakramentes eingreifen kann."
Die Kirche hat es vorgezogen und zieht es bis heute vor, sich eher ernsten Schwierigkeiten entgegen zu  stellen, als auch nur eine einzige gültige sakramentale Ehe aufzulösen, sei es im Fall eines Streites mit den Mächtigen oder mit der vorherrschenden öffentlichen Meinung (z.B. das Schisma zwischen der englischen Katholischen Kirche und Rom zur Zeit Heinrichs VIII).
Die Kirche- erinnert der Purpurträger- muß Gott mehr als den Menschen gehorchen und kann die Wahrheit oder das Evangelium nicht opfern. daß die natürliche Vernunft übersteigt oder rein menschliche Berechnungen.


Fundstück

Montag, 20. Februar 2017

Warum toben die Völker?

Diese Frage ist schwer alt und mit ihr beginnt der zweite Psalm, den man bis neulich beginnen lies mit: "Warum toben die Heiden?"
Man könnte somit im Umkehrschluss feststellen, dass die, die gegen den Herrn und seinen Gesalbten tobenden  eben Heiden sind, was denn sonst?
In der Vulgata, der Bibelübersetzung des Hironymus steht gentes et tribus also Völker und Stämme, von daher ist wohl die moderne Übersetzung mit "Warum toben die Völker?" die bessere und wenn wir so in die Weltgeschichte gucken auch die zutreffendere.
Lieder gibt es hiervon keine schöne Vertonung, deshalb sei hier diese hier hergestellt:




Nun aber zur Frage:


Die Reform der Vatican-Medien, die eher einem Abrißunternehmen gleicht.

Sandro Magister verschafft seinen Lesern bei Settimo Cielo einen Überblick über den derzeitigen Stand in der Umformung der Vaticanischen Medien, die man getrost als Umsturz bezeichnen könnte, womit noch nicht gesagt ist, ob zum Guten oder Schlechten.
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"VIGANO, DER GESCHEITERTE REFORMER. UND ALLE VATICANISCHEN MEDIEN SIND GEGEN IHN"

Vor einer Woche hat Msgr. Dario E.Viganó, Präfekt des Kommunikations-Sekretariates, Papst Franziskus und den neun Kardinälen, die ihm bei der Kurienreform helfen, über den Fortschritt bei der ihm anvertrauten Neuorganisation der Vatican-Medien berichtet.

                                           Viganò

Die neueste Nachricht betrifft die Konsolidierung von Radio Vatican und CTV in einem von Viganó geleiteten Dicasterium.

De Facto hat seit dem 1. Januar 2017 der Name "Radio Vatican" keinerlei legalen Wert mehr und ist von den Gehaltsschecks seiner 350 Angestellten verschwunden. Aber das ist nicht alles.
Weil seit dem 1. Dezember die Radio-Ausstrahlung über Mittelwelle endete und die Tage der Kurzwelle- als historischem Kommunikationskanal für Katholiken in Ländern ohne Freiheit, bis zum Schluss von Pater Lombardi verteidigt- gezählt sind.
Noch sendet sie für Afrika und Teile Asiens, aber ihr Sender in Santa Maria di Galeria steht kurz vor der Schließung.

Kosteneinsparungen und technischer Fortschritt sind die Rechtfertigungen die Viganó vorbringt.
Die Ausstrahlung über Kurzwelle wird auch schrittweise durch digitale Audio-sendungen ersetzt werden.
Viganó hat die frühere Vatican-und-Rom-Frequenz 93,3 zugunsten von RTL aufgegeben, dem in Italien meistgehörten Radio-Netzwerk, im Austausch dafür, das digitale Signal landesweit nutzen zu dürfen.
Und was Afrika betrifft, hat er einer Übereinkunft mit Facebook zugestimmt, durch die die päpstlichen Botschaften in 44 Ländern über eine App per Handy empfangen werden können.

Wenn es auch wahr ist, daß Radio Vatican ein Defizit von über 26 Mio Euro pro Jahr hat und die Schließung des Kurzwellensenders zu Einsparungen führt, so werden dennoch 70% des Defizits durch das technische und journalistische Personal verursacht, die -nach einer Order von oben- nicht entlassen, sondern allenfalls teilweise zu anderen Vaticanischen Arbeitsplätzen versetzt werden können.

Aber es sind noch andere Veränderungen im Gange, die beunruhigender sind als die Journalisten von Radio Vatican. Und die betreffen den Inhalt ihrer Arbeit.

Das Italienische Radionachrichtenprogramm um 12:00 und 17:00 ist abgeschafft und durch vom nationalen Katholischen Netzwerk InBlu importierte Blitzausgaben ersetzt worden. Ebenso ist das abendliche Nachrichtenmagazin durch das französische Programm ersetzt worden, das täglich um 21:30 ausgestrahlt wurde. Beide Entscheidungen richten sich gegen "den Fadenlauf" eines Radiosenders, dessen Nachrichtensendungen jahrzehntelang in den Kanzleien und Botschaften gehört wurden.

Besonders beunruhigend ist die Veränderung, die SeDoc betrifft, den Dokumentationsdienst, das Büro, das in den verschiedenen Vaticanischen Dikasterien und in aller Welt Dokumente sammelt, die künftige Handlungen des Papstes und der Kirche betreffen und sie zu Dossiers zusammenstellt, die an einen vertraulichen Kreis offizieller Empfänger geschickt werden und nur zu kleinen Teilen an die beim Hl. Stuhl akkreditierten Presse.

Viganó hat SeDoc aus dem Radio-Vatican-Gebäude in die Büros des Vaticanischen Pressezentrums verlagert und es durch drei prominente Journalisten von Radio Vatican selbst verstärkt. die er angewiesen hat, sich von jetzt ab ausschließlich dieser neuen Aufgabe zu widmen.

Es entsteht der Eindruck, daß Viganó diese neue Version von SeDoc zu einer Taskforce des zukünftigen "content hub", den er mehrmals angekündigt hat, einem vielsprachigen Multimedien-Portal für alle Vaticanischen Kommunikationsmedien machen will. mit verschiedenen Text-, Audio- Video-Foto-Formaten, nach dem Vorbild der Walt-Disney-Companie, wie er gesagt hat.

Um sie für ein "omnia-media-Teamwork" zu schulen, hat Viganó 50 seiner Angestellten für einen Kursus in der LUISS-Business-School in Rom eingeschrieben, der Universität des Italienischen Industrieverbandes.


Fundstück des Tages: "Franziskus ist der Papst der Selbstsäkularisierung...er verkörpert sie..."

gefunden bei "philosophia perennis", geschrieben von Maximilian Krah, unter dem Titel "Der postkatholische Papst" 
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Der beginnt so:

"Konservative Katholiken sind zumeist gebildete, sanfte und fromme Menschen. Leider haben viele von ihnen zwei anstrengende Obsessionen: sie sind obrigkeitshörig und sexbesessen. Es werden die Unterwürfigkeit gegenüber den Autoritäten zu einer religiösen Pflicht erhoben und die Sexualmoral zum Dreh- und Angelpunkt der christlichen Lehre erklärt.
Es kann deshalb nicht verwundern, dass Papst Franziskus ausgerechnet mit seinem Schreiben „Amoris Laetitia“ zum ersten Mal in seinem Pontifikat massiven und wahrnehmbaren Widerstand erzeugt hat.
Denn seine Aufweichung des katholischen Eheverständnisses lässt tragende Prinzipien der kirchlichen Morallehre erodieren und hat damit einen klaren Sexbezug.
Während nun also die Sex-Fraktion der Konservativen den Gehorsam zurückstellt, antwortet ausgerechnet „The Cathwalk“ mit einem Aufruf zur Unterwerfung.
Wie alle Gehorsams-Fetischisten verkennt „The Cathwalk“, dass der Respekt vor der Hierarchie nicht losgelöst von seiner Grundlage denkbar ist: dem Glauben an Gott. Wir schulden dem Papst und den Bischöfen Achtung nicht um ihrer selbst willen, sondern weil sie notwendig sind, um Glaube und Kirche zu erhalten. Nun leidet aber das westliche Christentum generell und die Katholische Kirche als Teil davon seit Jahrzehnten an einer Selbstsäkularisation. Der Glaube verdunstet, formulierte es der Papst Benedikt XVI, Existenz eines seienden Gottes, Jungfrauengeburt, Kreuzestod Christi als Sühne für unsere Schuld, Christus als wahrer Gott, Jüngstes Gericht und leibliche Auferstehung –
Welcher Katholik unter 60 glaubt denn noch an diese existentiellen Glaubenssätze? Zumindest in Deutschland kein Theologieprofessor, kein Bischof, kein Mitglied des Zentralkomitees der Katholiken, kein Kirchenjournalist. Und der Papst? " (....)
Gute Frage kann man da nur sagen.... 



Marco Tosatti: Kurienreform oder Parallelkurie?

Marco Tosatti  analysiert für La Nuova Bussola Quotidiana die aktuelle Situation der Kurie und das Vorgehen des regierenden Pontifex in den Kongregationen, kurialen Organisationen und der italienischen Bischofskonferenz. Dabei entsteht kein wirklich positives Bild- eher das eines absolutistischen Renaissance-Hofes....
Hier geht´s zum Original:  klicken

           "KURIENREFORM?  EINE PARALLEL-KURIE"
"Der Regierungsstil des regierenden Pontifex ist- um wenig zu sagen- personal. Aber das, was auf den ersten Blick wie Desinteresse an den Regeln, den Vorgehensweisen und der "Maschinerie des Systems" erscheint, könnte sich als Strategie herausstellen. Ausgearbeitet vielleicht nicht vom Kapitän selbst sondern von irgendwelchen Beratern und Regisseuren, die glauben Erfahrungen in der Kurie und der Diplomatie zu haben.
Andererseits ist es kein Geheimnis, daß im Gegensatz zu seinem Vorgänger, Papst Bergoglio eine Schwäche für Diplomaten im Talar hat, die wahre Kaste des Heiligen Stuhls. Und im Gegensatz dazu scheint er die gleiche Liebe nicht für die großen und kleinen Protagonisten der Maschinerie zu haben. Ein bitteres Überbleibsel aus der Zeit als er Erzbischof von  Buenos Aires war und Rom ihm einige Beförderungen verweigerte, wie die des Rektors der Cattolica der argentinischen Hauptstadt? Vielleicht?
Jedoch hat der Papst, der mehrmals bestätigt hat, den Ratschlägen und Vorschlägen aus den Sitzungen der Kardinäle im Präkonklave zu folgen, diese zumindest in zwei Punkten mißachtet.
Eine der vielfach erhobenen Forderungen war die Reform des Staatssekretariates, das als zu mächtig beurteilt wurde. Das ist- wie wir im Fall des Malteser-Ordens sehen- nicht passiert, seine Macht wurde sogar noch größer. Der päpstliche Delegat ist die Nummer 2 der Hierarchie, der Substitut Angelo Becciu.
Der zweite Punkt der Rat-und Vorschläge wird ebenfalls völlig außer Acht gelassen: die Wiederaufnahme der Tabellen-Audienzen. Das sind die Treffen der Verantwortlichen der Kongregationen mit dem Papst, um ihn informiert zu halten und Hinweise zu bekommen- ein Gedankenaustausch. Wir wissen von Präfekten, die nie oder so gut wie nie empfangen wurden und anderen- auch wichtigen- die Monate auf eine Audienz warten müssen. Schon das ist ein Umstand, ein System, das Ungleichheiten schafft -wie leicht verständlich ist.

Eine Bewertung der von der Kurie benutzten Strategie bringt uns dazu, einige Überlegungen anzustellen.
In einigen Punkten ist es offensichtlich, daß er selber oder jemand, der ihn beraten hat, an einigen Stellen, die er für den Lebensnerv hält, brutal für sofortigen Ersatz gesorgt hat. Das war so in der Kleruskongregation, in der Kardinal Piacenza, Poenitentiar, durch den Diplomaten und Vertrauensmann des Pontifex, Kardinal Beniamino Stella ersetzt wurde.
Und in der Apostolischen Signatur, dem Obersten Gericht des Vaticans, Zentrale weil die Fälle und Revisionen alle in diesem Hafen landen. Der Kirchenrechtler und Gesetzesexperte Burke ist durch einen anderen Diplomaten ersetzt worden, Msgr. Mamberti.
Der jüngste Fall der FFI, nach päpstlichem Dekret - erneut unanfechtbar kommissioniert- weil eine Beschwerde bei der Signatur Erfolgschancen gehabt hätte, erklärt, warum das Gericht für so wichtig erachtet wird.

Der Papst ist König, aber nicht einmal er kann immer alles zur gleichen Zeit tun. Es gibt Köpfe, die wenn sie fielen, zu viel Lärm machen würden. In dem Fall müssen neue Strategien gefunden werden, die geeignet sind, den Leitenden zu entmachten und durch Spannungen im Inneren die Einheit der Kongregation zu schwächen.
Das ist ein Ziel, das auch sofort bei der Kleruskongregation angestrebt wurde. Kardinal Mauro Piacenza, ein erklärter Ratzingerianer, wurde fortgeschickt um die Pönitenzeria zu leiden. Der Sekretär, der Spanier Celso Morga Uruzubieta, seit Jahrzehnten mit der Kongregation vertraut und dem Opus Dei nahe stehend, wurde nach 3 Monaten (die nötig waren, um in Spanien eine Diözese zu finden) wurde nach Merida-Badajoz geschickt.
Stillschweigend wurden bemerkenswert viele Mitarbeiter und Beschäftigte entlassen oder dazu gedrängt, "freiwillig" zurückzutreten.

Zusammen mit der Kleruskongregation, Lebensnerv der sich auch um die Seminare kümmert, ist die Bischofskongregation ein anderer Zentralpunkt der Administration und der päpstlichen Politik, Präfekt ist Kardinal Ouellet, ein unabhängiger Mann mit klaren Vorstellungen. Der Papst- das erkennt man an den Nominierungen- wünscht, daß progressistische Bischöfe gewählt werden.
Die gegenteiligen Fälle sind an einer Hand abzuzählen. Als ich mich bei einem Schwätzchen mit einem Experten über die Ernennung eines Prälaten eines anderen klerikalen Stils für Asien wunderte, wurde mir geantwortet, daß es wahrscheinlich keinen anderen gegeben habe.


"Steter Tropfen höhlt den Stein...." E.Pentin zum Umgang mit Kardinal Burke

Der stete Tropfen höhlt den Stein, nach dieser Menschheitserfahrung gehen die Feinde Kardinal Burkes in der Kurie vor, immer wieder geben sie kleine Beschuldigen gegen den Purpurträger frei-Tropfen für Tropfen. aber noch wehrt sich der Kardinal.
Edward Pentin setzt sich für den Catholic Herald mit diesem Vorgehen auseinander.
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"KARDINAL BURKE WEIST DEN BERICHT DES AMTIERENDEN OBERHAUPTES DES MALTESER ORDENS ALS VERLEUMDUNG ZURÜCK"
Kardinal Raymond Burke hat einen Bericht des amtierenden Oberhauptes des souveränen Militärordens Maltas fest zurückgewiesen, der in einem Interview von dieser Woche sagte, daß es der Kardinal und nicht der Großmeister des Ordens war, der den Großkanzler im Dezember zum Rücktritt aufgefordert hatte.

Hier folgen die Bemerkungen Kardinal Burkes, die Antwort auf den von Fra´ Ludwig Hoffmann von Rumerstein erstellten Bericht geben sollen, der wie berichtet wird, bei schlechter Gesundheit und nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

    "Der von Fra´ Ludwig Hoffmann von Rumerstein verfaßte Bericht ist nicht genau. Ich hatte gar            nicht die Befugnis, den Großkanzler zum Rücktritt aufzufordern. Ich hatte einfach nur festgestellt,      wer die Person war, die wissentlich die Verteilung von Kontrazeptiva während der Arbeit des              Ordens erlaubt hatte und dafür die Verantwortung übernehmen sollte. Dann bat der Großmeister          den Großkanzler erneut  zurückzutreten, was der verweigerte. Dann ging der Großmeiuster zu            seiner Entlassung weiter- ganz ohne meine Beteiligung. mein Bericht und der des Großmeisters          steht.

"Um ganz klar zu sein, ich bin sprachlos über das, was Hoffmann von Rumerstein in diesem Bericht behauptet. Ich betrachte das als Verleumdung."


Mehr dazu nächste Woche.



In der Zwischenzeit hat Kardinal Burke dem Italienischen Fernsehen ein Interview gegeben und Details über seine Reise nach Guam bekannt gegeben. wo er als leitender Richter einen Fall klerikalen sexuellen Mißbrauchs aus den 70-er Jahren verhandelt hat.

In dem kurzen Interview sagte der Patron des Malteser Ordens, daß die Glaubenskongregation in auf diese Reise geschickt hatte, weil er Vorsitzender des apostolischen Tribunals der Kongregation dient, das er seit seiner Ernennung im letzten Oktober kennt.

Der Kardinal sagte, daß es seine Pflicht war,  "einen delikaten kirchlichen Strafprozess" zu führen und das der Papst "nie mit mir über diese Aufgabe unterhalten hat." Er fügte hinzu, daß er ausschließlich mit den Oberen der Glaubenskongregation zu tun gehabt habe, was in solchen Fällen die übliche Prozedur ist."

Außerdem erklärte er, daß der Papst den Fall der Kongregation anvertraut hatte und daß die Kongregation  nach den Standard-Prozeduren der Gerichtsmitglieder weitergemacht habe.

"Auf alle Fälle, so fährt er fort, denke ich, daß ich auf Basis meiner Studien des Kanonischen Rechts und meiner langen Erfahrung bei Kirchen-Prozessen gewählt worden."
Früher diese Woche hat der Vatican ein Statement herausgegeben, das besagt daß die Glaubenskongregation das Gericht am 5.Oktober 2016 ernannte. Das Gericht ist "autonom und es arbeitet unabhängig von der Kongregation" sagte der Vatican, und fügte hinzu, daß außer Kardinal Burke, als vorsitzender Richter vier weitere Bischöfe als Richter bei diesem Fall mitwirkten.

Gefragt, wie lange diese Aufgabe dauern wird, sagte der Kardinal , daß sie bald beendet sein wird (nach Quellen des Registers wird ein Teil der Aufgabe heute abgeschlossen und der Kardinal kehrt am 24. Februar nach Rom zurück.) Er fügte hinzu " es nicht nicht klar" wie lange es dauern wird, bis der gesamte Fall abgeschlossen ist, aber er hoffe, "die Arbeit vor dem Sommer zu beenden."

Als der Journalist Fabio Marchese Ragona fragte, ob das eine Strafe durch den Papst sei, weil er einige Aktionen des Hl. Vaters in Frage gestellt hatte, sagte der Kardinal: "Nein, ich sehe diese Mission nicht als Strafe durch den Papst und erlebe sie sicher nicht als Bestrafung."

Er sagte daß es für einen Kardinal "normal sei-je nach ihrer Vorbereitung und Verfügbarkeit- spezielle Aufgaben zum Wohl der Kirche zu bekommen." Er fuhr fort, daß er "nicht überrascht " gewesen sei von der Bitte der Kongregation, die er akzeptiert habe, "im Bewußtsein für die schwere Verantwortung, die das mit sich bringt, aber ohne irgendeinen Gedanken an andere Motive  seitens Papst Franziskus´ oder der Kongregation."

  

Sonntag, 19. Februar 2017

Über den vermeintlich doch nicht festen Bau, ein Fundstück

Mir ist eine Buchbesprechung untergekommen und zwar über dieses Buch hier 
Es ist eine Sammlung von Briefen  Ida Frederike Görres, die sie einem  Benediktinerpater zur Zeit des Konzils und danach über genau selbiges geschrieben hat.
Ich will da gar nicht näher drauf eingehen, aber ein Zitat hat mir zu denken gegeben.
Ida Friederike Görres sieht vieles, an das wir uns mittlerweile gewöhnt haben, so katastrophal wie es ist, sie sieht auch die guten Ideen und das Bild, das mir so zu denken gibt, fängt an mit einer Beschreibung ihrer Spaziergänge am Meer.
Das sieht sie die Wellen, die wegschwemmen und anlagern, zerstörend und schaffend, nennt sie das und fragt sich nun, ob die Kirche nicht heute einfach in einer ansteigenden Flut stünde, die die Sandburgen wieder zerstört und ob nicht
vielleicht vieles, was wir auf den Felsen Petri gebaut und für seine Bestandteile gehalten haben, doch eben nur kindische Sandburgen waren........