Donnerstag, 8. Dezember 2016

Vor 4 Jahren, Papst Benedikt an der spanischen Treppe

Papst Benedikt XVI besuchte am 8. Dezember 2012, sprich, vor genau 4 Jahren, die "Spanische Treppe" in Rom, wie es Tradition ist und auch immer noch ist.


wer wissen will, wie es damals war, der schaue sich diesen Film an, 




und ja berücksichtige was der Papst damals sagte:
wenn wir unsere Augen ihr  zuwenden, sehen wir das Lächeln Gottes, die unbefleckte Spiegelung des Göttlichen Lichts, in ihr finden wir neue Hoffnung, gerade inmitten der Probleme und Tragödien der Welt.

EIn Schiff ohne Steuerruder - oder der Appell der 23 zur Unterstützung der vier Kardinäle

Die unbeantworteten Dubia und kollektiven mehr oder weniger aggressiven Reaktionen aus der näheren und weiteren Entourage des Pontifex haben 23 Priester und Theologen bewogen, sich den vier Kardinälen mit einer Erklärung anzuschließen.
Sandro Magister hat sie bei Settimo Cielo veröffentlicht.
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"DAS SCHIFF PETRI IST OHNE STEUERRUDER. 23 KATHOLIKEN AUS FÜNF KONTINENTEN WIEDERHOLEN DEN APPELL DER VIER KARDINÄLE AN DEN PAPST"

ERKLÄRUNG ZUR UNTERSTÜTZUNG DER "DUBIA" DER VIER KARDINÄLE
Als katholische Gelehrte und Seelenhirten möchten wir der mutigen Initiative der vier Mitglieder de Kardinalskollegiums,ihren Eminenzen Walter Brandmüller, Raymond Burke, Carlo Caffarra und Joachim Meisner unsere tiefe Dankbarkeit und volle Unterstützung versichern.

Sie haben-wie allgemein bekannt ist-, Papst Franziskus förmlich vier "dubia" unterbreitet, und bitten ihn, fünf fundamentale Punkte klarzustellen, deren Abhandlung in Kapitel VIII der jüngsten apostolischen Exhortation "Amoris Laetitia", in Konflikt mit der Bibel und/oder der Tradition und der Lehre vorhergehender päpstlicher Dokumente steht, besonders der Enzyklika "Veritatis Splendor" und der apostolischen Exhortation "Familiaris Consortio" von Papst Johannes Paul II,

Der Papst hat sich bis heute geweigert, den vier Kardinälen zu antworten. Aber angesichts der Tatsache, daß in Frage steht, ob die erwähnten wichtigen Dokumente noch unsere volle Zustimmung erhalten, denken wir, daß das andauernde  Schweigen des Hl. Vaters ihm den Vorwurf der Nachlässigkeit in der Ausübung seines Petrinischen Amtes, seine Brüder im Glauben zu stärken einbringen könnte.

Verschiedene hochgestellte Prälaten haben die Bitte der vier Kardinäle stark kritisiert, ohne einen Beitrag zur Klärung ihrer ...Fragen zu leisten  Wir haben die Versuche, die apostolische Exhortation in einer Hermeneutik der Kontinuität zu sehen- von Seiten Kardinal C.Schönborns und Professors Rocco Buttilgliones gelesen, aber wir keinerlei Beweise für ihre Thesen gefunden, nach denen die neuen Elemente in Amoris Laetitia nicht mit dem Göttlichen Gesetz kontrastieren, sondern nur legitime Veränderungen in der pastoralen und kirchlichen Praxis bedächten.

De facto - haben sie - nach verschiedenen Kommentatoren- zu denen besonders auch Professor Claudio Pierantoni gehört- in einer neuen historisch-theologisch Studie -argumentiert, daß als Resultat der verbreiteten Verwirrung und Teilung, die der Promulgierung von Amoris Laetitia folgte, die universale Kirche in einen sehr kritischen Augenblick ihrer Geschichte eintritt, der eine alarmierende Ähnlichkeit mit der großen arianischen Krise des 4. Jahrhunderts hat.
Während dieses katastrophalen Konfliktes schwankte die Mehrheit der Bischöfe-einschließlich des Nachfolgers Petri- über die Göttlichkeit Christi. Viele fielen nicht ganz auf die Häresie herein, aber sie suchten durch Verwirrung geschwächt oder durch Schüchternheit entwaffnet, Formulierungen der Bequemlichkeit oder des Kompromisses-im Interesse  des "Friedens" und der "Einheit".


Sandro Magister widerlegt das Märchen, Fidel Castro sei ein Pazifist gewesen.

Sandro Magister straft die Elogen nach dem Tod des kubanischen Revolutionsführers und Diktators Fidel Castro lügen, indem er an die Rolle des maximo lider in der Kuba-Krise erinnert und dazu den damaligen Botschafter Sergio Romano zu Wort kommen läßt. Der zeigt schockierenderweise, daß Castro den Dritten Weltkrieg wollte.
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"DER FIDEL, DEN MAN NICHT VERGESSEN SOLLTE. SO PAZIFISTISCH, DASS ER SOGAR CRUSCHTSCHOW TERRORISIERTE"
In der Bilderflut vom verstorbenen Fidel Castro, die auch die Titelgeschichten Katholischer Blätter erreichte, haben sich die Offiziellen des Vaticans eine nüchterne Zurückhaltung auferlegt. Eine Reserviertheit die perfekt zum totalen Schweigen über die Brutalität des Castro Regimes paßt, das auch anläßlich der Reise des Papstes nach Kuba im September 2015 sorgfältig befolgt wurde.

Die beiden Seiten der amerikanischen Reise .
Zum Glück fehlte es nicht an Stimmen außerhalb des Chores. Besonders eine nicht, die des Botschafters Sergio Romano, der im "Corriere della Sera" vom 6. Dezember dem Heiligenbild von Fidel Castro als Mann des Friedens einen tödlichen Schlag versetzte.

Romano hat ein Kapitel wieder hervor geholt, das von allen ignoriert oder vergessen wurde, das der Rolle, die Castro 1962 in der Affäre um die russischen Atomraketen auf Kuba spielte, und die die Welt an den Rand eines Atomkrieges brachte-in extremis entschärft -auch Dank der Friedensbemühungen von Papst Johannes XXIII.

Es ist das Kapitel, das Sergej Cruschtschow der Geschichte gewidmet hat, der in seinen Erinnerungen von dem dramatischen Gespräch berichtet, das in jenen Tagen zwischen seinem Vater Nikita, dem damaligen Generalsekretär der Sowjetischen Kommunistischen Partei und Oleg Trojanowski stattfand, dem omnipräsenten Funktionär, der den Dolmetscher für die sowjetischen Staatsoberhäupter bei allen Gesprächen mit amerikanischen Führungspersönlichkeiten machte,

Geben wir Romano das Wort:
"Trojanowski sagte, er habe einen Brief von Castro, in dem der kubanische leader sich überzeugt zeigte, daß der Krieg innerhalb von zwei oder drei Tagen ausbrechen würde und daß man die Amerikaner daran hindern müsse, als erste Nuklearwaffen einzusetzen. Der Sinn des Briefes war klar: Es sei nötig, im Voraus zu handeln und die USA mit den Atomraketen auf der kubanischen Basis zu schlagen.
"Was? sagte Cruschtschow " Schlägt er uns vor, einen Atomkrieg zu beginnen?"
Trojanow anwortete, daß das der Sinn der Castro-Briefes zu sein scheine.

Cruschtschow explodierte: "Das ist Wahnsinn, Wir haben die Raketen nach Kuba gebracht, um einem Angiff au die Insel zuvor zu kommen und um den Sozialismus zu verteidigen, Aber jetzt ist Castro nicht nur bereit zu sterben, er will uns mit sich nehmen." Und er fügte hinzu :"Zieht die Raketen so schnell wie möglich zurück. Bevor es zu spät ist. Bevor etwas Furchtbares passiert."
Das genügt nicht: er telegraphierte dem sowjetischen Kommandanten auf der Insel, um  zu verhindern, daß sich irgendwelche Kubaner der Basis näherten. Er befürchtete offensichtlich, daß Castro sich in einem Handstreich der Raketen bemächtigte und Feuer an die Lunte des Dritten Weltkrieges legte."

Romana kommentiert:
"Ich glaube, daß diese Episode den Charakter Castros getreu widerspiegelt, Er war kein Marxist-Leninist, er folgte einer nicht irrationalen, reflexionsfähigen Ideologie, in jedem Moment seines Lebens war er ein spanischer Hidalgo , ein neuer El Cid, ein Torero, vielleicht sogar ein Don Quichote."

Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Patriarch Kryrill im Interview

Die katholische Nachrichtenagentur Zenit berichtet über den Besuch des Moskauer Patriarchen Kyrill in Paris. Hier geht´s zum Original;   klicken

Kyrill: “Vereint mit den Katholiken, um die verfolgten christlichen Familien zu verteidigen."

Der Patriarch weiht in Paris die neue russisch-orthodoxe Kathedrale und spricht mit der französischen Presse über Ökumenismus, Terrorismus und die Wiedergeburt des Glaubens in Russland.

                          Kirill of Moscow - “Christmas service at Cathedral of Christ the Savior” 6 January 2011                      
"Der russisch orthodoxe Patriarch Kyrill war gestern in Paris, wo er die neue Kathedrale geweiht hat.
Anläßlich seiner Gegenwart in Frankreich, hat der orthodoxe Würdenträger der Tageszeitung LeFigaro  ein Interview gegeben, in dem er besonders das Thema des Ökumenismus anspricht.

 "Bewahren wir die Integrität unserer Tradition, während  wir gemeinsam arbeiten- sagte er bei der
Gelegenheit. Unser Ziel ist es nicht, uns gegenseitig zu verändern, sondern gemeinsam, die Welt um uns herum, die voller Leiden und Ungerechtigkeiten ist, die die Würde der Menschen bedrohen, die von Gott kommt," 
Indem er tiefer auf die Details der Verbindungen mit der Katholischen Kirche einging, hat Kyrill sie 
als dynamisch definiert.


"Bewahren wir die Integrität unserer Traditionen, während wir gemeinsam zusammen arbeiten, hat er

zu diesem Thema gesagt. Unser Ziel in diesem Dialog ist nicht, uns gegenseitig zu verändern, sondern die Welt um uns herum, die voller Leiden und Ungerechtigkeit ist, die die Würde des Menschen bedrohen, die von Gott ist." Als er detaillierter auf die Beziehung mit der Katholischen Kirche einging. hat Kyrill sie als "dynamisch" definiert.

Familie, Säkularismus und verfolgte Christen sind die Pfeiler um die herum diese Zusammenarbeit verwurzelt ist. "Wir sind bereit" hat er hinzugefügt- gemeinsam gegen die von einem militanten Säkularismus gegen das traditionelle Familienkonzept geführten Angriffe, die die christliche Identität bedrohen, zu verteidigen." Außerdem  "sollen die Orthodoxe und die Katholische Kirche niemals gegenüber dem Schicksal der Christen indifferent seien, welcher Konfession sie auch seien und in welchem der Erde auch verfolgt werden." 

Der Patriarch gibt zu, daß es wichtige "doktrinale Unterschiede" gibt.die aber nicht auf die Zusammenarbeit abfärben und er stellt fest, daß einer, der in der orthodoxen Welt die Annäherung an Rom kritisiert, nicht über die Natur dieser Beziehungen informiert. 

Er wendet dann seinen Blick Rußland zu, wo-wie er sagt- "wir uns zur Zeit eines präzedenzlosen Niveaus an Freiheit erfreuen, nicht nur hinsichtlich der sowjetischen Epoche sondern auch zur synodalen Periode des Russischen Reiches, während der die Kirche auf die Ebene eines Ministeriums für spirituelle Belange reduziert wurde."
Jetzt als ist die Zahl der Gläubigen, die in die Messe gehen, der Berufungen und der Kirchenneubauten in Rußland angestiegen , "ein wahres Wunder- das nach dem Dunkel des atheistischen Regimes folgte." Optimismus ach im Hinblick auf die Beziehungen mit den anderen Orthodoxen Kirchen: nach Kreta- über die Mißverständnisse hinaus: "der präkonziliare Prozess wird weitergehen, er ist nicht unterbrochen."

Als er zur Frage des islamischen Extremismus kommt, unterstreicht Kyrill die Wichtigkeit, die Anwesenheit der Religion im öffentlichen Raum aufrecht zu halten. Er stellt fest, daß die Unterstützung für die traitionellen religiösen Gemeinschaften der beste Schutz vor dem Extremismus ist, der beste Impfstoff gegen die atheistische Ideologie, die sich wie ein Virus ausbreitet."

Quelle ; Zenit, Patriarch Kyrill

Marco Tosatti über den Papst in der Sackgasse & die St.Gallen-Mafia und ihre Machenschaften.

Marco Tosatti, renommierter Vaticanist von LaStampa hat in einem Interview seine Sicht der Dinge nach den Dubia und den Reaktionen bzw. der Nichtreaktion aus der Casa Santa Marta & Entourage dargelegt- bei der er sich auf seine langjährige Erfahrung und seine Quellen innerhalb der Leoninischen Mauern stützen kann. Die website "La Fede Quotidiana" berichtet.
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Marco Tosatti: “Bei der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen steckt Papst Franziskus in einer Sackgasse”
"Groß ist die Konfusion unter dem Himmel", sagt der "Dekan" der italienischen Vaticanisti Marco Tosatti in einem Interview zur derzeitigen Situation der Kirche. Tosatti erinnert daran, daß er der erste war, der davon berichtete, daß sich bereits 2014 alles entwickelte, was dann das Endresultat der Synode war. Aber ich denke, daß die Organisatoren dieser Operation die breite und tiefe Auswirkung des Widerstandes unterschätzt haben. Aber schon damals konnte man vorhersehen, daß das Resultat ein zweideutiges Dokument sein würde. Einer der meisterhaften Marionettenspieler hat-meiner Meinung nach- unvorsichtig darüber gesprochen-während eines Essens mit vielen Fremden. Einer der Anwesenden hat mir dann darüber berichtet."

Die "Sankt Gallen Mafia", eine Gruppe von Prälaten und Kardinälen, hat darüber wenige Tage vor dem Konklave von 2013 extra omnes die Wahl Kardinal Bergoglios angezeigt.
Tosatti sagt: "Wir müssen zwei Fakten unterscheiden.
Da ist zuerst das, worüber der belgische Kardinal Danneels, großer Freund und Berater des Papstes, in seinem Buch schreibt; und ich erlaube mir, eines der nicht wenigen menschlichen Fragezeichen dieser Regierung angesichts dieses Purpurträgers hinzuzufügen.
Nach der Präsentation des Buches hat sich ergeben, daß die Wahl Jorge Mario Bergoglios Frucht der von Kardinal Carlo Maria Martini organisierten heimlichen Treffen von Kardinälen und Bischöfen war, die seit Jahren in Sankt Gallen in der Schweiz stattfanden.
Das behaupten auch die Autoren Jürgen Mettepenningen und Karim Schelkens: diesen Autoren zufolge soll Danneels seit Jahren daran gearbeitet haben, die Wahl von Papst Franziskus von 2013 vorzubereiten. Er selbst hat in einem Video bei der Repräsentation des Buches in Brüssel zugegeben, daß er Mitglied eines heimlichen Clubs von Kardinälen war, die gegen Joseph Ratzinger opponierten.
Lachend definierte er den als einen "Mafia-Club, der den Namen Sankt Gallen hatte".
Außer Danneels und Martini gehörte -nach dem Buch- zur Gruppe auch der holländische Bischof Adriaan Van Luyn, die deutschen Kardinäle Walter Kasper und Karl Lehmann, der italienische Kardinal Achille Silvestrini, sowie der britische Kardinal Basil Hume u.a. an.

Die belgische Zeitung Le Vif schrieb: "Am 13.März stand ein alter Bekannter an der Seite des neuen Papstes Franziskus: Godfried Danneels, Offiziell war er dort als Dekan der Kardinal-Priester -aber in Wirklichkeit hatte er seit Jahren als diskreter Königmacher gearbeitet."


Hl.Ambrosius

Heute feiert die Kirche den Gedenktag des Hl Ambrosius.
Lesen wir,was Papst em. Benedikt XVI  in einer Katechese bei der Generalaudienz vom 24. Oktober 2007 über den Mailänder Bischof sagte.
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                                        Mosaik in der Kirche S. Ambrogio, um 470. Diese älteste Darstellung von Ambrosius ist wohl das älteste erhaltene Portrait eines Heiligen überhaupt

Er begann so:

"Der heilige Bischof Ambrosius – über den ich heute zu euch sprechen will – starb in Mailand in der Nacht vom 3. auf den 4. April 397. Es war der Morgen des Karsamstag. Am Vortag hatte er gegen fünf Uhr nachmittag, mit kreuzförmig geöffneten Armen auf dem Bett liegend, zu beten begonnen. So nahm er während des feierlichen Ostertriduums am Tod und an der Auferstehung des Herrn teil. »Wir sahen, daß er seine Lippen bewegte«, bezeugt Paulinus, der treue Diakon, der auf Anregung des Augustinus dieVita des Ambrosius schrieb, »aber wir hörten seine Stimme nicht«. Plötzlich schien sich die Lage rasch zu verschlimmern. Honoratus, der Bischof von Vercelli, der sich dort aufhielt, um Ambrosius beizustehen, und im Obergeschoß schlief, wurde von einer Stimme geweckt, die wiederholt rief: »Schnell, steh auf! Ambrosius liegt im Sterben…«. »Honoratus ging eilends hinunter« – schreibt Paulinus weiter – »und reichte dem Heiligen den Leib des Herrn. Sobald er ihn empfangen und geschluckt hatte, hauchte Ambrosius seinen Geist aus und nahm die gute Wegzehrung mit sich. So genießt seine Seele, gestärkt durch die Kraft jener Speise, nun die Gemeinschaft der Engel« (Vita 47). An jenem Karfreitag des Jahres 397 brachten die ausgebreiteten Arme des sterbenden Ambrosius seine mystische Teilnahme am Tod und an der Auferstehung des Herrn zum Ausdruck. Dies war seine letzte Katechese: Im Schweigen der Worte sprach er noch einmal durch das Zeugnis des Lebens."

Quelle: La Santa Sede, LEV


Gegen einen bedingungslosen Papalismus

Die Website PeterOneFive hat einen Beitrag des deutschen Theologen Dr. Markus Büning zu den dubia veröffentlicht.
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        File:Cima da conegliano, san pietro in trono tra santi.jpg


"EIN PLÄDOYER GEGEN EINEN BEDINGUNGSLOSEN PAPALISMUS" 

In den vergangenen Tagen hat der Dekan der römischen Rota, Pinto, wiederholt und ziemlich laut gegen die vier mutigen Kardinäle gewütet, die sich nach einer langen Zeit des Wartens gedrängt sahen, der Welt ihre eigenen "dubia"  betreffs AL öffentlich zu machen, Zweifel die sie dem Papst zuerst privat präsentiert hatten, der sich aber entschied, sie nicht zu beantworten.

Der Römische Dekan sieht jetzt im Verhalten der Kardinäle eine Form unverschämten Benehmens und eine sehr unangemessene Form des Verhaltens gegenüber dem Vikar Christi auf Erden. Und dann wird sein Gespräch über die Lebensgeschichte eines der Zweifelsträger- hier ist Kardinal Meisner gemeint- über dem jetzt angeblich ein Schatten liegt: "Es ist jetzt offensichtlich, daß der Römische Dekan die sorgfältig definierte Beziehung zwischen Gewissen und Gehorsam gegenüber der kirchlichen Autorität nicht kennt, wie sie in der Tradition begründet liegt. Pinto scheint ein Repräsentant des unbedingten Gehorsams und des beunruhigenden Papalismus zu sein, 

Als Theologe, der besonders seit mehreren Jahren das Leben der Heiligen und ihre Bedeutung für unsere Zeit studiert hat, sehe ich jetzt, daß es mehr als passend ist, unsere Aufmerksamkeit zwei Mitgliedern des "endlosen Chores" zu zu wenden, die in der Lage sind, klar die Sichtweise des kanonischen Juristen Pinto zu korrigieren; Johanna von Orléans (1412-1431) und John Henry Newman (1801-1890).
Diese strahlenden Beispiele zeigen uns klar und deutlich, daß das Gewissen - hier ist das wohlgeformte Gewissen gemeint, das sich an Gottes Geboten orientiert, immer Vorrang hat.
Dazu zeigen uns diese beiden Persönlichkeiten, daß diese Art des Papalismus auf keine Weise katholisch ist. Der Papst ist nicht das Zentrum der Kirche.
Nein, er ist der "Diener der Diener Gottes". Er ist es besonders, der in Ausübung seines Amtes in der Universalen Kirche-pflichtgemäß an die bedingungslose Gültigkeit des Göttlichen Gesetzes gebunden. Sollte er diese Pflicht in seinem Inneren nicht mehr klar und deutlich präsent haben, dann dürfen ihn die Christen  die sie klar und deutlich in ihrem Gewissen sehen, den Papst an seine Pflicht erinnern.
Und unsere vier mutigen Kardinäle haben nichts anderes getan als das.


Dienstag, 6. Dezember 2016

Fundstück


Besuch in Mater Ecclesiae : Msgr. Antonio Luiz Catelan besuchte am 3. Dezember den Emeritus

Patriarch Bartholomäus & Amoris Laetitia

Father John Hunwicke hat auf seinem blog liturgicalnotes noch einige Gedanken zum Brief des Ökumenischen Orthodoxen Patriarchen Bartholomäus zu Amoris Laetitia veröffenlticht.
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  "PATRIARCH BARTHOLOMÄUS UND AMORIS LAETITIA"
"Jetzt hat Patriarch Bartholomäus sein Geld also auf Amoris Laetitia gesetzt. Ich denke er könnte sich als schlechter Spieler erweisen. Aber vielleicht- wie so oft bei diesen Byzantinern ist, die noch nicht wieder in voller Kommunion mit dem Hl. Stuhl sind, sollten wir bei ihren Worten eine Hermeneutik der Frage anwenden, was in diesem Meinungsaustausch Konstantinopel und Moskau einander wirklich sagen?

Ich bezweifle eher, daß Bartholomäus in Innersten seines Herzens große Begeisterung für ein Modell des Universalen Primats fühlt, der wie die Bergoglio-Parodie des Petrinischen Amtes funktioniert.
Aber Franziskus und Kyrill haben sich in Kuba getroffen....Bartholomäus´ Großes und Panorthodoxes Konzil war ein Fehlschlag (nach so vielen Jahren der Vorbereitung) das den Standard eines Rohrkrepierers erreicht hat...und die Atmosphäre in Istanbul scheint immer trauriger und trauriger zu werden, deshalb bin ich nicht verwundert, daß seine All-Heiligkeit gerade dringend einen Freund unter den "starken Jungs" auf dem Schulhof braucht.

In gebe hier jetzt etwas wieder, was ich gerade von einem unserer Getrennten Brüder im internet gelesen habe:
" Ich spreche aus der formalen ökumenischen Dimension meines Dienstes und kann zuversichtlich sagen, daß "wir" für die ich hier spreche, bereit sind uns hinzusetzen, um die bescheidene Interpretation Benedikts XVI des Petrinischen Amtes zu diskutieren, während es keinen Weg gibt, auf dem wir vernünftig mit Bergoglio diskutieren könnten, einem Diktator, der Stegreif-Äußerungen über Dogmen macht und es liebt, mit denen zu dialogisieren, die völlig mit ihm übereinstimmen."

Quelle: Liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Frankreich: nach dem Krieg gegen die Krippe- jetzt der gegen die Madonna

Matteo Matzuzzi berichtet in IlFoglio über den Krieg gegen das Christentum in Frankreich, der unter jedem denkbaren und undenkbaren Aspekt getarnt, geführt wird.
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"DAS GERICHT ORDNET AN: DIE STATUE DER MADONNA MUSS ENTFERNT WERDEN. SIE VERSTÖSST GEGEN DAS PRINZIP DER LAIZITÄT"
Das hat das Gericht in Grenoble entschieden. Der Bürgermeister hatte versucht, sie zu retten, indem er den Grund und Boden der Pfarrgemeinde überließ"

Die Gemeinde von Publier, in Hoch-Savoyen, muß für die sofortige Entfernung der Statue der Hl. Jungfrau sorgen, die seit 2011 in einem öffentlichen städtischen Park steht.
Wenn sie das nicht tut, muß die Gemeinde jeden Tag 100 Euro bezahlen, bis sie die Entscheidung des Gerichtes umsetzt. Das Motiv ist immer das gleiche.Verletzung des Prinzips der Trennung von Staat und Kirche.

                       Il tribunale ordina: "Via la statua della Madonna, viola il principio di laicità"

Das hat  Bürgermeister Gaston Lacroix bekannt gegeben, der versucht hatte dien Statue zu retten, indem er der Gemeinde das Gelände überließ, auf dem sie steht.
Die Anordnung zur Entfernung wurde vom Gericht in Grenoble im Januar 2015 erlassen, auf Antrag eines Mitglieds der Vereinigung der Gedankenfreiheit und schon einmal verschoben,
Das Urteil wurde jetzt am 24. November bestätigt.

Die Verteidigung der Stadt beruhte auf der Tatsachen, daß genau um zu vermeiden, diesem Prinzip der Trennung zwischen Staat und Kirche zu widersprechen, daß die Statue an einen religiösen Kultur-Verein verkauft wurde.
Die Richter haben entdeckt, daß es öffentlicher Grund und Boden war, auf dem sie stand.
Bürgermeister Lacroix versichert, daß er der Anordnung Folge leisten wird, weil "ich gegenüber Entscheidungen des Gerichts nicht taub bin. Ich bin der gewählte Garant der Laizität."

Quelle: IlFoglio e.a., Matteo Matzuzzi

St. Nikolaus in Mühldorf am Inn

Radio Vatican Deutschland fragt (scherzhaft ) : Papst Bergoglio ein zweiter Luther?

Missa in Latino kommentiert -mit screenshot- ein Posting von Radio Vatican D bei facebook, das einen denn doch etwas ratlos macht. Hier geht´s zum Original: klicken

"RADIO VATICAN:  IST PAPST BERGOGLIO DER NEUE LUTHER?"

Am vergangenen 6. November um 17:49 hat das facebook-Profil von Radio Vatican ein Bild von Luther gepostet, mit dem lachenden Gesicht von Papst Bergoglio und folgender Bildunterschrift:

                   
                                  
“Auch mal eine nette Variante. Wir wünschen noch einen fröhlichen Rest-Sonntag. (C) Uffizien, Florenz"

Eine schöne Variante  also....
Mit anderen Worten behauptet Radio Vatican -in deutscher Sprache. daß Papst Bergoglio ein zweiter Luther ist?
Eine Reinkarnation im 21. Jahrhundert?
Die Kommentare vieler Leser erstaunen.
Einige definieren die Montage als "genial" und preisen sie als mutmachend für den neuen "Dialog", der in Schweden begonnen hat.
Oder: "Danke für das humorvolle Bild!"

Andere haben auf die Dummheit der Fotomontage hingeiwiesen, oder daß es ich um das Gesicht der zeitgenössischen Kirche handelt; oder das Papst Bergoglio eine "Reinkarnation" des häretischen Deutschen von vor 500 Jahren sei.

Was sagen Sie dazu, daß das Foto nicht von einer traditionalistischen oder sedisavacantistischen Seite veröffentlicht wurde sondern tatsächlich von Radio Vatican Deutschland ??!!
Es hat also einen offiziellen Charakter.

Quelle: Missa in Latino, Radio Vatican D 

Montag, 5. Dezember 2016

Es ist Advent

Und zum Beginn beten wir immer die "Novene zur Unbefleckten Empfängnis". Wie immer gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Predigtreihe, die unter einem Thema steht. Diesmal sind es die Marienwallfahrtsorte und heute lernten wir etwas über Fatima. Wir hörten von den Geheimnissen von Fatima und dass sie eine Aufforderung an uns alle sind, die Welt mit dem Gebet zu verändern. Besonders wichtig ist dafür der tägliche Rosenkranz. Eine dringende Bitte, die die Gottesmutter an die Hirtenkinder in Fatima weitergab.
Wir haben ja aus der Geschichte gelernt, wie stark das Rosenkranzgebet das Schicksal Europas über die Jahrhunderte beeinflusst und zum Guten gewendet hat. Das ist auch heute noch so.
Als ich dann aus der Messe zurückkam, liefen die diverse Interviews unserer Politiker über die Mattscheibe. Denn es stehen ja einige Dinge an in den nächsten Tagen, die wir mit unserem Gebet begleiten sollten.
Der Rosenkranz soll unser tägliches Gebet begleiten, aber wir können die Gottesmutter auch mit anderen Gebeten um ihren Beistand bitten. Es wirkt!

Auch Mozart hatte ja die Gottesmutter besonders verehrt. Man hört es aus allen Werken, die er zu ihren Ehren verfasst hat. Hier ist die zweite lauretanische Litanei.



Heilige Maria Mutter Gottes, bitte für uns.

Über den heiligen Nikolaus

Man hat ja schon viel gegen die angebliche Verkitschung des Nikolaus geschrieben und ja, sagen wir mal so, manchmal ist man versucht zu denken: Ist doch gut, wenn der ganze Rummel aufhört!

Aber je älter ich werde um so unsicherer bin ich darüber, ob das wirklich so gut ist. weil steckt nicht in all dem, doch nervigen Rummel, von wegen kitschige Fensterdekos, wild blinkende Lichterketten,  irgendwelchen rotgewandeten Fassadenkletter, all dem Kitsch von wegen Weihnachtsmann, und Rentier eine Sehnsucht, eine Sehnsucht, dass es irgendwo einen richtig guten, mächtigen, freigiebigen Menschen gibt, der nicht sträflich naiv und so drauf ist, dass er sich von denen ausnutzen lässt, die einfach schlau genug sind und dabei die, die es wirklich nötig haben, übersieht,
Die Sehnsucht nach einem der gut ist, und Gutes tut und dabei nicht eine Kolonialherren Attitüde an den Tag legt, frei nach dem Motto "Also ich, ich bin ja so richtig klasse und wenn ich dir armes Würstelein nun was Gutes tue, dann, dann werd ich noch viel besser und du, du musst mindestens vor Rührung weinen ob meiner Güte!"
 Ich denke ja, diese Sehnsucht gibt es und sie ist, aller Enttäuschung (kann man durchaus im Wortsinn verstehen) zum Trotz unausrottbar.
Und deshalb finde ich den rotgewandeten, dickbäuchigen Nikolaus, der nichts mit einem Bischof zu tun hat, eigentlich gar nicht so verkehrt, also auf jeden Fall nicht so verkehrt wir gar kein Nikolaus.

"Das Ende der Katholischen Ehe ?" Fortsetzung

Fortsetzung
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"Akzeptieren wir das alles um der Diskussion willen (ich kann irgendwelche wirkliche Rigoristen sich räuspern hören: später gentlemen...!) Aber dann richten wir unsere Augen auf das kürzlich vom Bischof von San Diego, dem von Franziskus ernannten und von den Progressisten geliebten Robert McElroy, nach einer zur Diskussion zur Durchführung von "Amoris Laetitia" einberufenen Diözesan-Synode produziertes Lehrschreiben. Es lohnt sich, die ganze Sache zu lesen, aber hier sind einige Ausschnitte, in denen Bischof McElroy (theoretisch) über das selbe Thema schreibt wie Buttiglione:

"....viele Katholiken, die geschieden und wiederverheiratet sind, schließen aus verschiedenen legitimen  Gründen- viele davon aus der liebenden Sorge um die Wirkung, die ein Annullierungsprozess auf die Gefühle erwachsener Kinder früherer Ehegatten haben könnte,- daß sie keinen Annullierungsprozess  einleiten können.
- Keine abstrakte Regel kann die große Komplexität der Umstände, Absichten, des Verstehens und    der  Reife abbilden, die ursprünglich das Tun eines Mannes oder einer Frau umgaben, als sie in ihre  erste  Ehe eintraten, oder welche neuen moralischen Verpflichtungen gegenüber einem Ehepartner    oder  Kindern, die vielleicht in einer zweiten Ehe gezeugt wurden, ihn umgeben, entstanden sind.
 Deshalb lehnt Papst Franziskus jede Blanko-Versicherung ab, daß alle jene (in einer zweiten Ehe    ohne den Vorteil einer Annullierung) "im Stand der Todsünde leben und von der heiligenden Gnade
ausgeschlossen sind."

Das bedeutet nicht, daß es keinen tiefen Widerspruch im Leben geschiedener und wiederverheirateter Katholiken gäbe, wie der Herr selbst im Matthäus-Evangelium feststellt.

Aber Papst Franziskus erklärt, daß sogar angesichts substantieller Widersprüche zwischen dem Evangelium und dem existentiellen Leben eines Jüngers die unerbittliche Logik der göttlichen Gnade eine weitergehende Integration in das volle Leben der Kirche sucht.....

Im Gespräch mit einem Priester versucht der Gläubige mit Demut, Diskretion und Liebe für die Kirche und ihre Lehre, über seine Verantwortung für das Scheitern seiner ersten Ehe nachzudenken, über die moralischen Verpflichtungen, die aus seiner neuen Ehe entstanden sind und den möglichen Schaden, den seine Rückkehr zu den Sakramenten haben könnte, indem die die Unauflöslichkeit der Ehe untergräbt.
Es ist wichtig, zu unterstreichen, daß die Rolle des Priesters die der Begleitung ist, was bedeutet, das Gewissen über die Prinzipien des Katholischen Glaubens zu informieren.
Der Priester soll keine Entscheidungen für den Gläubigen treffen, weil wie Papst Franziskus betont..."die Kirche gerufen ist, die Gewissen zu formen und nicht sie zu ersetzen,"

Einige Katholiken, die sich in diesem Prozess der Unterscheidung engagieren, werden schließen, daß Gott sie dazu ruft, voll am Leben der Kirche und der Eucharistie teilzunehmen. Andere werden zu dem Ergebnis kommen, daß sie warten sollten, oder daß ihre Rückkehr andere verletzen würde.

Indem sie auf den Weg des Gewissens für die wiederverheirateten Geschiedenen hinweisen, läßt Papst Franziskus ein Element des christlichen Morallebens weg, das außergewöhnlich ist,
Denn das Reich des Gewissens ist genau dort, wo der christliche Jünger berufen ist, jede wichtige moralische Entscheidung, die er oder sie trifft, zu erkennen.

Sie werden einige Dinge über Mc Elroys Lehre-die im Gegensatz zu Buttigliones Analyse stehen,- bemerken. Zuerst, daß die Sprache eine vollständig andere ist: nichts wird vom Bischof "schwere Sünde " genannt oder "böse", nicht einmal "illegitim" genannt: jede Spannung und jeder Widerspruch wird durch stufenweise aber unerbittliche Prozesse gelöst, die eher einer Unterhaltung als einer Beichte ähneln. (In der Tat erscheint im Dokument nirgends das Wort Beichte; das Wort Sünde erscheint nur in einem Zitat aus Papst Franziskus´, wo das Wort nicht unbedingt paßt.)

Das zweite ist, daß die sakramentale Rolle und Verantwortlichkeit des Priesters dramatisch abnimmt.
Es ist kein Sinn darin, daß ein Beichtvater eine aktive Rolle darin haben könnte (wie der Priester sie nach kanonischem Recht hat, das zu ignorieren ihr Bischof die Priester von San Diego lehrte), um die Gläubigen vor einem Sakrileg und die Eucharistie vor einer Profanierung zu bewahren.
Statt dessen wird der Priester praktisch ein Berater, dazu da, dem individuellen Katholiken bei einer Entscheidung zu helfen, die nur er oder sie treffen kann- mit keiner übernatürlichen Kraft oder eigenen Verantwortung.