Sonntag, 25. September 2016

Assisi 2016

Father R. Blake kommentiert auf seinem marymagdalenblog das vergangene Assisi-Treffen
Hier geht´s zum Original:  klicken

                                        ASSISI
"Assisi braucht eine Modernisierung" wie Fr. Lucie Smith sagt, - es ist ein bißchen wie irgendein ökumenisches Ereignis, es wird selbstbezogen, ein bißchen- "immer das selbe-langweilig".
Ich habe immer die Katholiken verteidigt, die mit Assisi nicht einverstanden sind, wo der Papst auf eine gewisse Weise als Führer aller Glaubensgemeinschaften anerkannt wird
Ich gebe zu, das ist nicht unbedingt gute Theologie.

                               Pope Francis attends an interfaith peace gathering outside the Basilica of St Francis in Assisi, Italy (CNS photo/Paul Haring)
                                                              
Ich weiß nicht, wer die Gästeliste zusammenstellt oder wichtiger, die Veto-Liste, für die Wichtigeren ist es wohl der Papst.
Dieses Jahr ist der gute alte Dalai Lama von der Gästeliste gestrichen worden, das ist nicht unwichtig- anscheinend wurde eine annehmbarerer (für die Chinesen und deshalb für Rom) patriotischer Lama gefunden wurde- als Ersatz für den von den Chinesen akzeptierten Tibetanischen Buddhismus. Ich weiß nicht, ob da andere Chinesische Glaubensgemeinschaften waren, höchst wahrscheinlich nicht Falun-gong.
China und seine Behandlung der Christen ist zutiefst beunruhigend ist, lesen Sie hier bei First Things oder im Catholic Herald über Organ-Ernte.& Handel.
Das ist ein ganz schön erschütternder Stoff, aber diese Menschen sind die Chinesische Regierung, der Katholische Bischöfe auszuwählen, der Hl. Stuhl zu erlauben plant.

Patriarch Bartholomäus stand auch dahinter- offensichtlich als Juniorpartner des Bischofs von Rom, aber dann- um ehrlich zu sein- er braucht immer Freunde (und Geld), weil er nicht nur von Moskau und von Athen, sondern auch durch einen zunehmend feindseligeren Türkischen Staat ausgehungert wird, der sich unter Erdogan signifikant gegen die winzige Orthodoxe Gemeinde des Landes wendet.
Es hat Vorwürfe gegeben, daß der Phanar in den Putschversuch verwickelt war. Wie die Dinge stehen, ist es sehr gut möglich, daß -je nachdem wie sich die Dinge mit Moskau entwickeln, oder ob der Hl. Stuhl engere Beziehungen zur Türkei will, er nächstes Jahr auch auf dem Weg nach draußen sein könnte oder noch mehr "junior".

                                 Image result for Assisi


Da waren natürlich die Sikhs und Baha´is, die immer über eine Einladung glücklich sind:
auf andere Religionen auszugreifen, ist Teil ihres Credos. Bei dieser Runde mit den Fotografen scheinen die Heiden, Animisten und Geisterbeschwörer zu fehlen. Ich weiß nicht, ob der Vatican Voodooisten, Spiritualisten und Satanisten verbietet, es scheinen nicht viele auf den Fotos gewesen zu sein.

Es gab verschiedene jüdische-und Islamführer, die ökumenischer waren als ihre Brüder, die einfach bei so einem Ereignis nicht einmal tot anwesend sein wollten oder sogar in Gegenwart derer, die an so einem Ereignis teilnehmen. Viel waren natürlich, was Katholiken als liberal bezeichnen.

                                   Image result for Assisi                
Was nicht vergessen werden sollte, ist daß Assisi mehr ein politisches als ein religiöses Ereignis ist, zunehmend scheint es ein Ereignis zu sein, um den politischen Freunden einen Gefallen zu tun und die, die den globalen Ehrgeiz des Hl. Stuhls kompromittieren
könnten, zu mißbilligen- natürlich als Friedensbringer am Tisch mit den Friedensbringern. 

Quelle: Fr.Ray Blake, marymagdalenblog                                                              

Unsere Novene zum heiligen Erzengel Michael - 6. Tag!

Die diesjährige Novene zum Heiligen Erzengel Michael beten wir als klassische Novene, d.h, jeden Tag, über 9 Tage hinweg, das selbe Gebet.

Gerade in Zeiten wo man das Gefühl hat, nichts von dem, was man so als fest und stabil gewöhnt war, steht mehr fest, ist es notwendig sich an den zu halten, der vor aller Zeit war und ist und immerdar sein wird, und der treu ist, auch und wenn alle untreu sind.

Nutzen wir diese heilige Zeit bis zum Tag der heiligen Erzengel am 29. September mit dem Gebet, das Papst Leo XIII aus kluger Voraussicht seiner Kirche aufgetragen hat. 


Es wirkt wirklich Wunder: 


Heiliger Erzengel Michael,
Du ruhmreicher Prinz der himmlischen Heerscharen,
verteidige uns in diesem schlimmen Krieg, den wir gegen Mächte und Gewalten,
gegen die Beherrscher der Welt der Finsternis
und gegen die bösen Geister in den Himmelshöhen führen müssen.
Komme den Menschen zu Hilfe,
die Gott nach seinem Bild und Gleichnis gemacht, unsterblich erschaffen,
und aus der Tyrannei des Teufels um einen teuren Preis erkauft hat.

Kämpfe - vereint mit dem Heer der seligen Engel – heute wieder so die Schlachten des Herrn,
wie Du einst gegen Luzifer, den Anführer des teuflischen Stolzes
und seine abtrünnigen Engel gekämpft hast!
Denn sie siegten nicht! Ihre Stätte ward nicht mehr gefunden im Himmel.
Hinab gestürzt wurde stattdessen der grausame Drache, die alte Schlange,
die Teufel und Satan genannt wird und der die ganze Welt verführt.
Er wurde vom Himmel hinabgeworfen auf die Erde, und mit ihm all seine Engel.



Doch sieh! Der Urfeind hat sich wieder erhoben.
Der Menschenmörder hat wieder Mut gefasst.
Als Engel des Lichts verwandelt und getarnt schweift er mit einer Vielzahl böser Geister
in Raubzügen auf der Erde umher,
um hier den Namen Gottes und seines Gesalbten auszumerzen
und sich der Seelen zu bemächtigen, die für die Krone ewigen Ruhms bestimmt waren,
um sie umzubringen und dem ewigen Untergang zu weihen.
Wie Abwasser gießt der feindselige Drache
das Gift seiner Bosheit auf Menschen, deren Geist und Herzen er verführt und verdorben hat:
Den Geist der Lüge, der Ehrfurchtslosigkeit und Gotteslästerung;
den todbringenden Hauch der Ausschweifung und aller Laster und Gemeinheit.

Die überaus durchtriebenen Feinde erfüllen die Kirche,
die Braut des unbefleckten Lammes,
mit Galle und Bitterkeit und berauschen sie mit Wermut.
Ihre frevlerischen Hände haben sie an die heiligsten Schätze gelegt. 
Selbst am heiligen Ort, wo der Sitz des heiligen Petrus und der Lehrstuhl der Wahrheit
zur Erleuchtung der Völker errichtet ist,
haben sie den Thron ihrer abscheulichen Gottlosigkeit aufgestellt,
voller Heimtücke, damit, nachdem der Hirt geschlagen ist,
sie auch die Herde zerstreuen können.

Erhebe Dich also, unbesiegbarer Prinz,
und stehe dem Gottesvolk gegen den Ansturm der bösen Geister bei! Gib Du ihm den Sieg!
Die heilige Kirche verehrt Dich als ihren Hüter und Beschützer.
Du bist ihr Ruhm, weil Du sie gegen die bösen Mächte der Erde und Unterwelt verteidigst.
Dir hat der Herr die Seelen der Menschen anvertraut,
um sie in die himmlische Glückseligkeit zu geleiten.

Bitte inständig den Gott des Friedens,
Er möge den Satan unter unseren Füßen zermalmen,
damit er die Menschen nicht länger gefangen halten und der Kirche schaden könne!
Bringe Du unsere Bitten vor das Angesicht des Allerhöchsten,
lass sie zur Aussöhnung mit der Gnade und dem Erbarmen des Herrn kommen, 
während Du den Drachen ergreifst,
die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist,
und ihn gefesselt in den Abgrund stürzt und bindest,
damit er die Völker nicht mehr verführe.
Amen.
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"Diener Gottes und der Menschheit"


Elio Guerriero, Autor von "Diener Gottes und der Menschheit- Eine Biographie Benedikts XVI" hat Benedikt XVI ein Exemplar dieses Buches gebracht.
Aldo Maria Valli hat es bei "Faro di Roma" rezensiert und den Autor interviewt.
Hier geht´s zum Original bei BenoîtXVI-et-moi :  klicken


                    
                                     Elio Guerriero und der Papa emeritus in Mater Ecclesiae

Das Buch wird am 27, September von Kardinal Parolin, Pater Lombardi und Professor Riccardi
vorgestellt.

ELIO GUERRIERO BEI BENEDIKT XVI.  
"EIN ALTER SCHÜLER UND EIN WUNDERBARER PROFESSOR."  

"Endlich ist es geschehen. Vor einigen Tagen habe ich den Zug genommen und Papst Benedikt XVI mein Buch gebracht. Ich war wirklich ein bißchen unruhig. Ich würde dem Theologenpapst den Band bringen. Ein alter Schüler (ich) und ein wunderbarer Professor (er)."
Das schreibt Elio Guerriero, Schriftsteller und Theologe-und als solcher Mitarbeiter bei Avvenire, auf seiner facebook-Seite, der vor einigen Wochen "Diener Gottes und der Menschheit", die Biographie Benedikts XVI präsentiert hat.
Seinen emotionsbeladenen Worten fügt Guerriero ein Foto bei, das ihn an der Seite Ratzingers zeigt, der lächelnd im Buch, der  Biographie, blättert, die zu lesen er akzeptiert hat und die zahlreiche Fragen klärend beantwortet und wertvolle Hinweise anbietet.

"Auf den ersten Blick"- erzählt der von Ratzinger selbst autorisierte Autor und Biograph des Papa emeritus, "hatte ich-nachdem ich in die Bibliothek eingetreten war sofort ein gutes Gefühl.
Ich halte ihm das Buch hin, er bleibt stehen, um sich den Umschlag anzusehen. Er nickt mit dem Kopf und kommentiert dann:  "Die Hintergrundfarbe erinnert mich an Bayern".
Und jeder, der seine Liebe zum Freistaat Bayern kennt, weiß daß das ein Kompliment ist.
Dann betrachtet er aufmerksam das   Inhaltsverzeichnis und bittet um Erklärungen zu den Themen, dankt mir mit Überzeugung. Ich antworte und sage ihm, daß das Interesse an meinem Buch eine ziemlich weitverbreitete Wahrnehmung von etwas zu bestätigen scheint, dem wir beiwohnen: einer "Ratzinger-Renaissance".

Das hat nichts mit denen zu tun, die fortfahren, einen Gegensatz zwischen ihm und seinem Nachfolger sehen zu wollen- unterstreicht Guerriero- und sagen, daß seine Erklärungen zu Franziskus durch die Umstände diktiert werden. Eine wirkliche Absurdität.
Papst Benedikt ist freier und ernsthafter denn je. Die, die sich dagegen an seine Lehre und seine Person mit neuem Interesse an seiner Person entdeckt haben haben, seine Einladung zum Essentiellen im Sinn, seine Schriften zur Liebe und zum Glauben, seine Appelle an Europa, denen zu folgen, die Regierenden inspiriert hätten sein sollen. Und selbst wenn sein Interesse heute auf anderes, das Paradies, gerichtet zu sein scheint, glaube ich, daß er diesen Tribut an die Wahrheit anerkennt.


Samstag, 24. September 2016

Unsere Novene zum heiligen Erzengel Michael - 5. Tag

Der heilige Michael hat in diesen Tagen wirklich viel zu tun. Heute habe ich gelesen, dass er auch der Schutzpatron der Polizei ist. Und wenn ich sehe, was die gerade in München in diesen Tagen alles zu tun haben, können wir die Polizisten auch einmal in dieses Gebet mit hineinnehmen.

Wir sollten also nicht nachlassen im Gebet. Denn wir leben in schwierigen Zeiten. Nicht nur, dass in unserer Kirche (Abteilung Deutschland) eine Menge schiefläuft und die vor lauter Anbiederei an die Politik, gar nicht mehr wissen, was sie eigentlich glauben sollen.

Auch hier, weiß der heilige Schutzpatron, wie man die Leute auf den richtigen Weg führt. Hoffen wir, dass es ihm gelingt. Und beten wir:

Heiliger Erzengel Michael,
Du ruhmreicher Prinz der himmlischen Heerscharen,
verteidige uns in diesem schlimmen Krieg, den wir gegen Mächte und Gewalten,
gegen die Beherrscher der Welt der Finsternis
und gegen die bösen Geister in den Himmelshöhen führen müssen.
Komme den Menschen zu Hilfe,
die Gott nach seinem Bild und Gleichnis gemacht, unsterblich erschaffen,
und aus der Tyrannei des Teufels um einen teuren Preis erkauft hat.

Kämpfe - vereint mit dem Heer der seligen Engel – heute wieder so die Schlachten des Herrn,
wie Du einst gegen Luzifer, den Anführer des teuflischen Stolzes
und seine abtrünnigen Engel gekämpft hast!
Denn sie siegten nicht! Ihre Stätte ward nicht mehr gefunden im Himmel.
Hinab gestürzt wurde stattdessen der grausame Drache, die alte Schlange,
die Teufel und Satan genannt wird und der die ganze Welt verführt.
Er wurde vom Himmel hinabgeworfen auf die Erde, und mit ihm all seine Engel.



Doch sieh! Der Urfeind hat sich wieder erhoben.
Der Menschenmörder hat wieder Mut gefasst.
Als Engel des Lichts verwandelt und getarnt schweift er mit einer Vielzahl böser Geister
in Raubzügen auf der Erde umher,
um hier den Namen Gottes und seines Gesalbten auszumerzen
und sich der Seelen zu bemächtigen, die für die Krone ewigen Ruhms bestimmt waren,
um sie umzubringen und dem ewigen Untergang zu weihen.
Wie Abwasser gießt der feindselige Drache
das Gift seiner Bosheit auf Menschen, deren Geist und Herzen er verführt und verdorben hat:
Den Geist der Lüge, der Ehrfurchtslosigkeit und Gotteslästerung;
den todbringenden Hauch der Ausschweifung und aller Laster und Gemeinheit.

Die überaus durchtriebenen Feinde erfüllen die Kirche,
die Braut des unbefleckten Lammes,
mit Galle und Bitterkeit und berauschen sie mit Wermut.
Ihre frevlerischen Hände haben sie an die heiligsten Schätze gelegt. 
Selbst am heiligen Ort, wo der Sitz des heiligen Petrus und der Lehrstuhl der Wahrheit
zur Erleuchtung der Völker errichtet ist,
haben sie den Thron ihrer abscheulichen Gottlosigkeit aufgestellt,
voller Heimtücke, damit, nachdem der Hirt geschlagen ist,
sie auch die Herde zerstreuen können.

Erhebe Dich also, unbesiegbarer Prinz,
und stehe dem Gottesvolk gegen den Ansturm der bösen Geister bei! Gib Du ihm den Sieg!
Die heilige Kirche verehrt Dich als ihren Hüter und Beschützer.
Du bist ihr Ruhm, weil Du sie gegen die bösen Mächte der Erde und Unterwelt verteidigst.
Dir hat der Herr die Seelen der Menschen anvertraut,
um sie in die himmlische Glückseligkeit zu geleiten.

Bitte inständig den Gott des Friedens,
Er möge den Satan unter unseren Füßen zermalmen,
damit er die Menschen nicht länger gefangen halten und der Kirche schaden könne!
Bringe Du unsere Bitten vor das Angesicht des Allerhöchsten,
lass sie zur Aussöhnung mit der Gnade und dem Erbarmen des Herrn kommen, 
während Du den Drachen ergreifst,
die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist,
und ihn gefesselt in den Abgrund stürzt und bindest,
damit er die Völker nicht mehr verführe.
Amen.

Nochmal zur neuen Bibelübersetzung, Herumgefuchtel an Jesaja

Irgendwie steckt mir die neue Bibelübersetzung schon quer und das einzige was mich freut ist, dass ich genügend "alte" Bibelübersetzungen habe.
Seltsam finde ich auch den Zeitpunkt.
Prinzipiell ist zu sagen, dass katholische ist genau k e i n e Buchreligion, sondern eine Personenreligion, wir glauben nämlich an eine Person Jesus, den Christus, von dem wir wissen, mit dem wir in Kontakt kommen, zuallererst durch das Sakrament der Eucharistie, durch die Kirche, die an der Eucharistie hängt, durch sie gebildet wird, und von dem wir Kenntnis haben durch die Schrift, die im Licht der Tradition ausgelegt wird, nicht zu vergessen das Gebet, welches Sprechen mit Gott ist.
So habe ich es mal in grauer Vorzeit, gelernt.
Da nun bekanntlich alles fließt :-) hat das zweite Vatikanum beschossen den "Tisch des Wortes" dem "Tisch der Eucharistie" (des Brotes nennt man das seither) mehr anzugleichen und selbigen reichlicher zu decken und festgestellt, dass man auch im Wort (Schrift) Jesus dem Christus begegnen kann.*
Man schmust sich seitdem an die mehr unter  "Buchreligion" zu subsumierenden Konfessionen und Religionen regelrecht an, unter dem Motto "me too" (ich auch).
Okay soweit so gut,
Nur warum man dann den doch, im Gegensatz zu früher, mehr als heilig, sakral (was dasselbe ist) und viiiieeel wichtiger als früher zu betrachtenden Text, hemmungslos, wegen der zeitgeistigen Ideologie, im Brustton der Wissenschaftlichkeit  herumfuchteln muss, das erschließt sich mir nicht.
Mir kann keiner erzählen, dass die Leute, die an der Kirche leiden, obwohl sie von ihr fünfstellige Monatsgehälter beziehen (Zitat von Bischof Dyba) wissen, was die kleinen Leute, so denken, fühlen und wollen, was als Begründung für das Herumgefummel am Text herhalten  muss.
Sorry, ich bin echt sauer.

Santa Maria delle Grazie in Mailand: Weltkulturerbe


Margherita Del Castillo kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana die Aufnahme des Konvents von Santa Maria delle Grazie in Mailand, dem Kloster, in dem Leonardo da Vinci das "Letzte Abendmahl" schuf, ins Weltkulturerbe. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS KONVENT IN DEM LEONARDO DAS LETZTE ABENDMAHL MALTE"
"Der dominikanische Predigerorden wurde vor cirka 800 Jahren vom Spanier Domenico di Guzman gegründet, mit dem Ziel durch sein Beispiel eines Lebens im Gebet und in Armut - die Katharer zu bekämpfen, eine der am weitesten verbreiteten mittelalterlichen Ketzereien.
Die Kirche hat ihn 1234 heilig gesprochen. Seit 1459 lebt eine ständig wachsende Gemeinschaft der Predigermönche-ihrem Charisma folgend-im Konvent Santa Maria delle Grazie in Mailand.


                                                     La chiesa di Santa Maria della Grazie a Milano

Das Gelände, auf dem der gesamte Komplex errichtet wurde, wurde den Mönchen vom Grafen Gaspare Vimercati, Hauptmann der Sforza-Truppen, geschenkt. Auf diesem Areal im Grünen existierte nur eine kleine Kapelle, die das Bild der Madonna delle Grazie mit dem ausgebreiteten blauen Mantel hütete: dieses Ambiente, dessen Seitenwände mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert bedeckt sind, die den Ewigen Vater zeigen und mit entschieden jüngeren Stuckaturen, bilden noch heute das Herz des gesamten Bauwerks.
       
                                  L'Ultima Cena di Leonardo

1463 legte der Architekt Giuniforte Solari, Chefingenieur der Zeit, den Grundstein für die zu errichtende Mailänder Kathedrale.
Die Solari-Basilika wurde sofort als Ausdruck der gotischen Tradition der Lombardei konzipiert und in den folgenden 20 Jahren vollendet.
Die Terracotta-Fassade im Stil einer Hütte wird von Pfeilern unterteilt.
Das Zentralportal aus candoglianischem Marmor in klassischem Stil, verdankt sich wahrscheinlich dagegen einem ersten Auftrag von Ludovico il Moro, Senator in Mailand, der inzwischen die Kirche als zukünftiges Mausoleum für sich und seine Familie ausgewählt hatte.
Er war es, der den Urbino stammenden Architekten Donato Bramante anstellte, der zu diesem Zweck die gesamte Neugestaltung der  Apsis delle Grazie in eine monumentale Tribüne unternahm. Das war 1492.


Besuch aus Altötting

Unser tweet zum Tage


Und die Passauer Neue Presse hat auch berichtet:    klicken


                          "GRÜSSEN SIE MIR MEINE ALTÖTTINGER!"
Diesen Satz hat der Emeritus Herbert Hofauer mit auf den Weg gegeben.
Die Altöttinger Zeitung berichtet:

"Für ein halbstündiges Gespräch kamen die beiden in Benedikts Gemächern zusammen. Dort überreichte Hofauer unter anderem ein Fotoalbum, das die Feierlichkeiten zum Papstbesuch 2006 vor eineinhalb Wochen dokumentiert. Über das Festwochenende wusste der 89-jährige Benedikt bereits bestens Bescheid – schließlich war sein Privatsekretär Georg Gänswein Ehrengast gewesen und hatte ihm bereits ausführlich von den Festlichkeiten in Altötting und Marktl berichtet, ebenso vom Denkmal, dessen Gestaltung Benedikt am Mittwoch noch einmal besonders lobte, ebenso wie den Schaffer der Skulptur, Joseph Michael Neustifter." (....) 

Quelle: vignadelsignore, PNP, Alt-Neuöttinger Anzeiger 

Freitag, 23. September 2016

Unsere Novene zum heiligen Erzengel Michael - 4. Tag!



Die diesjährige Novene zum Heiligen Erzengel Michael beten wir als klassische Novene, d.h, jeden Tag, über 9 Tage hinweg, das selbe Gebet.

Gerade in Zeiten wo man das Gefühl hat, nichts von dem, was man so als fest und stabil gewöhnt war, steht mehr fest, ist es notwendig sich an den zu halten, der vor aller Zeit war und ist und treu ist, auch und wenn alle untreu sind.

Nutzen wir diese heilige Zeit bis zum Tag der heiligen Erzengel am 29. September mit dem Gebet, das Papst Leo XIII aus kluger Voraussicht seiner Kirche aufgetragen hat.


Es wirkt wirklich Wunder:


Heiliger Erzengel Michael,
Du ruhmreicher Prinz der himmlischen Heerscharen,
verteidige uns in diesem schlimmen Krieg, den wir gegen Mächte und Gewalten,
gegen die Beherrscher der Welt der Finsternis
und gegen die bösen Geister in den Himmelshöhen führen müssen.
Komme den Menschen zu Hilfe,
die Gott nach seinem Bild und Gleichnis gemacht, unsterblich erschaffen,
und aus der Tyrannei des Teufels um einen teuren Preis erkauft hat.

Kämpfe - vereint mit dem Heer der seligen Engel – heute wieder so die Schlachten des Herrn,
wie Du einst gegen Luzifer, den Anführer des teuflischen Stolzes
und seine abtrünnigen Engel gekämpft hast!
Denn sie siegten nicht! Ihre Stätte ward nicht mehr gefunden im Himmel.
Hinab gestürzt wurde stattdessen der grausame Drache, die alte Schlange,
die Teufel und Satan genannt wird und der die ganze Welt verführt.
Er wurde vom Himmel hinabgeworfen auf die Erde, und mit ihm all seine Engel.



Doch sieh! Der Urfeind hat sich wieder erhoben.
Der Menschenmörder hat wieder Mut gefasst.
Als Engel des Lichts verwandelt und getarnt schweift er mit einer Vielzahl böser Geister
in Raubzügen auf der Erde umher,
um hier den Namen Gottes und seines Gesalbten auszumerzen
und sich der Seelen zu bemächtigen, die für die Krone ewigen Ruhms bestimmt waren,
um sie umzubringen und dem ewigen Untergang zu weihen.
Wie Abwasser gießt der feindselige Drache
das Gift seiner Bosheit auf Menschen, deren Geist und Herzen er verführt und verdorben hat:
Den Geist der Lüge, der Ehrfurchtslosigkeit und Gotteslästerung;
den todbringenden Hauch der Ausschweifung und aller Laster und Gemeinheit.

Die überaus durchtriebenen Feinde erfüllen die Kirche,
die Braut des unbefleckten Lammes,
mit Galle und Bitterkeit und berauschen sie mit Wermut.
Ihre frevlerischen Hände haben sie an die heiligsten Schätze gelegt. 
Selbst am heiligen Ort, wo der Sitz des heiligen Petrus und der Lehrstuhl der Wahrheit
zur Erleuchtung der Völker errichtet ist,
haben sie den Thron ihrer abscheulichen Gottlosigkeit aufgestellt,
voller Heimtücke, damit, nachdem der Hirt geschlagen ist,
sie auch die Herde zerstreuen können.

Erhebe Dich also, unbesiegbarer Prinz,
und stehe dem Gottesvolk gegen den Ansturm der bösen Geister bei! Gib Du ihm den Sieg!
Die heilige Kirche verehrt Dich als ihren Hüter und Beschützer.
Du bist ihr Ruhm, weil Du sie gegen die bösen Mächte der Erde und Unterwelt verteidigst.
Dir hat der Herr die Seelen der Menschen anvertraut,
um sie in die himmlische Glückseligkeit zu geleiten.

Bitte inständig den Gott des Friedens,
Er möge den Satan unter unseren Füßen zermalmen,
damit er die Menschen nicht länger gefangen halten und der Kirche schaden könne!
Bringe Du unsere Bitten vor das Angesicht des Allerhöchsten,
lass sie zur Aussöhnung mit der Gnade und dem Erbarmen des Herrn kommen, 
während Du den Drachen ergreifst,
die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist,
und ihn gefesselt in den Abgrund stürzt und bindest,
damit er die Völker nicht mehr verführe.
Amen.

Wird Papst Franziskus auch Kardinalvikar Vallini eine Lobeshymne zu seinem Brief an die Priester der Diözese Rom singen?


Sandro Magister stellt bei Settimo Cielo eine süffisante Frage. Hier geht´s zum Original:  klicken    
"AMORIS LAETITIA" WURDE VOM RÖMISCHEN KARDINALVIKAR ÜBERSETZT.
WIRD DER PAPST AUCH IHM EINEN LOBESBRIEF SCHREIBEN?"

"Wer weiß ob Papst Franziskus auch seinem Vikar für die Diözese Rom einen schönen Lobesbrief schreiben wird, wie an seine argentinischen Bischofsfreunde, weil auch er die richtige Interpretation von Amoris Laetitia- nach eben diesem Franziskus die einzig mögliche, weil "es keine andere gibt" zum entscheidenden Punkt der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen liefert? 

Kardinalvikar Agostino Vallini hat in der Tat seine Arbeit getan. Und sehr viel fleißiger als seine hastigen Kollegen der Region Buenos Aires, wenn man nach dem Umfang seines Textes, 17 Seiten, nach der Schönheit der Schrift und der ausgefeilten Argumentation urteilt.

"Amoris Laetitia : der Weg der Familien in Rom" 

Das ist der Titel, den Vallini seiner Relatio beim Pastoral-Konvent der Diözese Rom am 19. September in San Giovanni in Laterano gegeben hat.
Er verordnet seiner  Diözese und der des Papstes verschiedene Passagen aus "Amoris Laetitia". Aber es ist seine Bemühung um das schicksalhafte Kapitel 8, das besonders die wiederverheirateten Geschiedenen betrifft, die "durch ein vorhergehendes sakramentales Band gebunden sind." 

Der erste Hinweis den Vallini gibt, ist "ihnen einen Informationsdienst zur Prüfung der Gültigkeit von Ehen Verfügung zu stellen und sich der neuen, schnelleren Verfahren zu bedienen, die der Papst für die kanonischen Ehe-Nichtigkeitsverfahren eingeführt hat.

Wenn aber "der Prozesseweg nicht möglich ist, weil die Ehe gültig ist und aus anderen Gründen gescheitert ist, kann die Ungültigkeit der Ehe weder bewiesen noch erklärt werden", eröffnen sich die Wege, die "Amoris Laetitia" skizziert hat.

Der erste Schritt, der zu gehen ist, sagt der Kardinal, ist eine "lange Begleitung, die dem Prinzip des Primates der Person über das Gesetz folgt."
Nachdem fährt Vallini mit Punkt 5 und 6 des vierten Kapitels seiner Relatio fort:

"Der nächste Schritt ist eine verantwortungsvolle persönliche und pastorale Differenzierung (AL,300)
Als Beispiel: Begleitung durch periodische Gespräche, feststellen, ob das Gewissen durch Reflektion und Reue gereift ist, eine Öffnung des Herzens im Erkennen der persönlichen Verantwortung, im Wunsch, Gott zu suchen und darin zu reifen."
"Hier muß jeder Priester eine äußerst wichtige und ziemlich delikate Aufgabe erfüllen und das Risiko "falscher Botschaften" der Starre oder des Laissez-faire vermeiden. um zur Formung eines Bewußtseins der wirklichen Umkehr zu gelangen, aber nie darauf zu verzichten, ihm das volle Ideal der Ehe vorzuschlagen (AL 307) -nach dem Kriterium des möglichen Guten.

Diese pastorale Unterscheidung der einzelnen Personen ist ein sehr delikater Aspekt  und muß den Grad der Verantwortung in Rechnung stellen. der nicht in allen Fällen gleich ist, das Gewicht der Bedingungen und mildernden Umstände , deretwegen es in einer Situation objektiver Sünde möglich ist, die objektiv nicht schuldig ist oder nicht auf volle Weise- man keinen Weg finden kann, im christlichen Leben zu wachsen und für dieses Ziel die Hilfe der Kirche zu finden." (AL305) 


Jetzt ist's schon wieder fast zwei Wochen her.

Aber immer noch ein Grund zum freuen.
Deshalb gibt's auch immer mal wieder ein neues Video zur Einweihung des Denkmals von Papst Benedikt in Altötting.
Und die Verleihung der Goldenen Ehrennadel der Stadt Altötting an Erzbischof Gänswein hatten wir ja ohnehin noch nicht im O-Ton:



Die neue Bibelübersetzung, näher am Urtext? Aha! Soso!

Die deutsche Bischofskonferenz  hat  eine neue Bibelübersetzung  angekündigt, die sich, was ja sehr löblich ist, so wörtlich "dem Urtext wieder annähere und Mut zu biblischen Redeweisen zeige".
So weit, so wunderbar und, wie gesagt löblich, sehr löblich!
Nur erfahren wir dann weiter, dass durchgängig die Anrede "Liebe Brüder....." in den Apostelbriefen durch "Brüder und Schwestern..." ersetzt worden sei.
Wie man das vereinbart mit dem Mut zu biblischen Redeweisen und der Annäherung an den Urtext, das erschließt sich mir nun wirklich nicht.

Father Blake trinkt auf das Gewissen und macht sich Sorgen

Father Raymond Blake macht sich auf seinem marymagdalenblog Gedanken anhand des Titelbildes des Catholic Heralds über die Uneinigkeit in der Kirche und welchen Stellenwert die Einheit gegenüber der Wahrheit und dem Gewissen hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken


                                "TRINKEN WIR AUF DAS GEWISSEN?"
 "Ich habe nur die Titelseite der dieswöchigen Ausgabe des Catholic Heralds  und die erinnert mich an die Worte im Dokument zur Einheit der Christen und an den schrecklichen Skandal der Uneinigkeit. "Lecks, Einschüchterung, Häresie-Anschuldigungen"
Tatsächlich scheinen sie eher offensichtliche Merkmale der Kirche zu sein als die Eine Heilige Katholische Apostolische. Zunehmend gibt es Brutalität und Anti-Intellektualismus in der heutigen Kirche, die auf Zweideutigkeit, Verwirrung und Inkohärenz basieren.

"Der  Streit über die Kommunion wird  häßlich."

"Es ist eine Ironie, daß der Papst selbst, der Diener der Einheit, Zentrum und Quelle der Uneinigkeit werden sollte. Vielleicht ist das genau das, was das Konklave 2013 sich wünschte, als es Jorge Bergoglio wählte. Er war bereits als eine kontroverse Person bekannt- sowohl in der SJ als auch in seiner Heimatdiözese Buenos Aires.

In "Ut unum sint"  hatte der Hl. Johannes Paul II das Papsttum als Uneinigkeitsfaktor für das Christentum im Allgemeinen anerkannt und zu einer Diskussion über die Rolle des Papstes in der Kirche der Zukunft eingeladen.
Nach Franziskus wird die Kirche klären müssen, auf welche Weise der Papst seine Jurisdiktion ausüben oder sogar seine persönlichen Vorlieben äußern sollte.


Donnerstag, 22. September 2016

Die neue Bibelübersetzung

Seltsame Begriffe tauchen da bei der Besprechung der neuen Bibelübersetzungs ins Deutsche auf- ganz abgesehen davon, daß es sich um ein klares Eigenlob der Co-Autoren handelt, vielleicht präventiv dazu gedacht- um jede Kritik abzuwehren.
Da ist von Fortschritten die Rede, Was soll denn ein Fortschritt sein in Bezug auf den Text? Soll man das so verstehen, daß die DBK und die notorischen deutschen Theologen die Texte der Hl. Schrift, das Evangelium Jesu Christi für noch unvollendet, vorläufig und nicht fortschrittlich, rückständig halten, verbesserungsbedürftig?
Es sieht ganz so aus.
Und der große Vorsitzende der DBK verkündet auch noch, er hoffe daß der Text so für die Menschen annehmbarer werde....versteht er Jesus so, daß der sich verbogen hätte, um für die Menschen um ihn herum annehmbar zu werden? Warum dann der Kreuzestod?
Ich habe das immer ganz anders verstanden, das mit dem Ärgernis.

Eines kann man aus den neuen Bibelübersetzung wohl schließen. die Mehrheit der deutschen Bischöfe und Theologen glaubt nicht mehr an Jesus Christus als Gott.
Sie glauben an das Christentum wohl nur noch als an ein soziologisch-ethisches, politisch korrektes Konstrukt, da kann man natürlich trefflich an den alten Texten herumbasteln, die ja eh nur in den historischen Kontext der Antike gehören und deshalb dringend eines evolutionären Aggiornamentos bedürfen.
Wunder? Wer glaubt denn an sowas? Hat ja schon der Pontifex gesagt, daß Jesus kein Zauberer war und die Brote nicht wirklich vermehrt hat...also weg damit!
Und daß auf Biegen und Brechen und durch allerlei grammatikalischen und linguistischen Manipulationen eine "Apostelin" her mußte, versteht sich auch. Also kurzerhand mal Junias in eine Junia umoperieren.
Machen wir doch schließlich wunschgemäß auch dauernd mit Transsexuellen.....

Und natürlich die Paulus-Briefe, Brüder und Schwestern...,( wo sie die allerdings im Urtext finden wollen. .) ich hätte eigentlich auch mit Cherubin-Innen und Serafin-Innen gerechnet. Erzengelinnen?  Oder wenigstens Engelinnen? Pharisäerinnen?

Was den angedeuteten Austausch der "Jungfrau" Maria gegen eine "junge Frau" Maria angeht, lassen uns die Präsentatoren der Neuübersetzung leider im Dunkeln.
Und liturgisch verbindlich sein, soll diese Neuübersetzung der Heiligen Schrift auch.

Ich glaube, ich bleibe lieber bei meiner alten Bibel.

Und dieses Fundstück "Eingebettete Hirten"  paßt auch ins unschöne Bild: klicken


Unsere Novene zum heiligen Erzengel Michael - 3. Tag!

Die diesjährige Novene zum Heiligen Erzengel Michael beten wir als klassische Novene, d.h, jeden Tag, über 9 Tage hinweg,  das selbe Gebet.

Nutzen wir diese heilige Zeit bis zum Tag der heiligen Erzengel am 29. September mit dem Gebet, das Papst Leo XIII aus kluger Voraussicht seiner Kirche aufgetragen hat. 
Es wirkt wirklich Wunder: 


Heiliger Erzengel Michael,
Du ruhmreicher Prinz der himmlischen Heerscharen,
verteidige uns in diesem schlimmen Krieg, den wir gegen Mächte und Gewalten,
gegen die Beherrscher der Welt der Finsternis
und gegen die bösen Geister in den Himmelshöhen führen müssen.
Komme den Menschen zu Hilfe,
die Gott nach seinem Bild und Gleichnis gemacht, unsterblich erschaffen,
und aus der Tyrannei des Teufels um einen teuren Preis erkauft hat.

Kämpfe - vereint mit dem Heer der seligen Engel – heute wieder so die Schlachten des Herrn,
wie Du einst gegen Luzifer, den Anführer des teuflischen Stolzes
und seine abtrünnigen Engel gekämpft hast!
Denn sie siegten nicht! Ihre Stätte ward nicht mehr gefunden im Himmel.
Hinab gestürzt wurde stattdessen der grausame Drache, die alte Schlange,
die Teufel und Satan genannt wird und der die ganze Welt verführt.
Er wurde vom Himmel hinabgeworfen auf die Erde, und mit ihm all seine Engel.



Doch sieh! Der Urfeind hat sich wieder erhoben.
Der Menschenmörder hat wieder Mut gefasst.
Als Engel des Lichts verwandelt und getarnt schweift er mit einer Vielzahl böser Geister
in Raubzügen auf der Erde umher,
um hier den Namen Gottes und seines Gesalbten auszumerzen
und sich der Seelen zu bemächtigen, die für die Krone ewigen Ruhms bestimmt waren,
um sie umzubringen und dem ewigen Untergang zu weihen.
Wie Abwasser gießt der feindselige Drache
das Gift seiner Bosheit auf Menschen, deren Geist und Herzen er verführt und verdorben hat:
Den Geist der Lüge, der Ehrfurchtslosigkeit und Gotteslästerung;
den todbringenden Hauch der Ausschweifung und aller Laster und Gemeinheit.

Die überaus durchtriebenen Feinde erfüllen die Kirche,
die Braut des unbefleckten Lammes,
mit Galle und Bitterkeit und berauschen sie mit Wermut.
Ihre frevlerischen Hände haben sie an die heiligsten Schätze gelegt. 
Selbst am heiligen Ort, wo der Sitz des heiligen Petrus und der Lehrstuhl der Wahrheit
zur Erleuchtung der Völker errichtet ist,
haben sie den Thron ihrer abscheulichen Gottlosigkeit aufgestellt,
voller Heimtücke, damit, nachdem der Hirt geschlagen ist,
sie auch die Herde zerstreuen können.

Erhebe Dich also, unbesiegbarer Prinz,
und stehe dem Gottesvolk gegen den Ansturm der bösen Geister bei! Gib Du ihm den Sieg!
Die heilige Kirche verehrt Dich als ihren Hüter und Beschützer.
Du bist ihr Ruhm, weil Du sie gegen die bösen Mächte der Erde und Unterwelt verteidigst.
Dir hat der Herr die Seelen der Menschen anvertraut,
um sie in die himmlische Glückseligkeit zu geleiten.

Bitte inständig den Gott des Friedens,
Er möge den Satan unter unseren Füßen zermalmen,
damit er die Menschen nicht länger gefangen halten und der Kirche schaden könne!
Bringe Du unsere Bitten vor das Angesicht des Allerhöchsten,
lass sie zur Aussöhnung mit der Gnade und dem Erbarmen des Herrn kommen, 
während Du den Drachen ergreifst,
die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist,
und ihn gefesselt in den Abgrund stürzt und bindest,
damit er die Völker nicht mehr verführe.
Amen.

Magister: Missionare in China und viri probati, Fortsetzung

Fortsetzung

"DER MISSIONAR KAM EIN-ODER ZWEIMAL IM JAHR"
von Nicolas Standaert, SJ
aus "La Civiltá Cattolica" Nr. 3989 vom 10. September 2016

"Im 17. Jahrhundert waren die Chinesischen Christen nicht in Pfarrgemeinden organisiert, d.h. geographische Areale um ein Gebäude herum, sondern in "Verbänden", die von Laien geleitet wurden.
Einige waren eine Art Kombination aus chinesischen Verbänden und Marianischer Kongregationen europäischen Stils.

Es scheint, daß diese Christlichen Verbände weit verbreitet waren. So gab es z.B. 1665 ungefähr 140 Kongregationen in Schanghai, während es in ganz China mehr als 400 Kongregationen waren, sowohl in den großen Städten als auch in den Dörfern.

Die Ausbreitung des Christentums auf dieser lokalen Ebene unter der Form, die wir "rituelle Gemeinschaften" nennen können, lebten Gruppen von Christen, deren Leben um bestimmte Rituale herum organisiert war (Messe, Feste, Beichte etc) Diese waren wirksam sowohl in dem Sinne, daß sie eine Gruppe aufbauten, als auch daß sie von den Mitgliedern der Gruppe als fähig betrachtet wurden, Sinn und Erlösung zu bringen.

Die.wirksamen Rituale waren auf den christlichen liturgischen Kalender aufgebaut, was nicht nur die liturgischen Hauptfeste (Weihnachten, Ostern,Pfingsten) einschloss, sondern auch die Feier der Feste der Heiligen. Die Einführung des Sonntags und der Christlichen Feste führte dazu, daß die Leute nach einem anderen liturgischen Kalender lebten als die buddhistischen oder taoistischen Gemeinschaften. Die sichtbarsten Rituale waren die Sakramente, besonders bei der Eucharistiefeier und der Beichte. Aber gemeinsames Beten - besonders das Beten des Rosenkranzes und der Litaneien und das Fasten an bestimmten Tagen- bildeten die wichtigsten rituellen Momente.

Diese Christlichen Gemeinden verraten auch einige der wichtigsten Charakterzüge der religiösen Hingabe der Chinese, die sehr an den Laien ausgerichtet war, Laienführer hatten eine wichtige Rolle der Frauen als Übermittler von Ritualen und Traditionen innerhalb der Familie; ein Konzept des Priestertums, das sich am Dienst orientierte (reisende Priester, die nur gelegentlich bei wichtigen Festen und Feiern anwesend waren); eine Doktrin, die auf einfache Weise ausgedrückt wurde ( rezitierte Gebete und einfache und klare moralische Prinzipien) ein Glaube in der Transformation der Macht der Rituale.